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Der Milzfunktionstest ist ein diagnostisches Verfahren zur Beurteilung der Funktion der Milz. Er hilft, Erkrankungen wie Hyposplenismus oder Asplenie frühzeitig zu erkennen.
Der Milzfunktionstest ist ein diagnostisches Verfahren zur Beurteilung der Funktion der Milz. Er hilft, Erkrankungen wie Hyposplenismus oder Asplenie frühzeitig zu erkennen.
Der Milzfunktionstest bezeichnet eine Gruppe diagnostischer Untersuchungen, mit denen die Funktion der Milz beurteilt wird. Die Milz ist ein wichtiges Organ des Immunsystems und des blutbildenden Systems. Sie filtert das Blut, beseitigt veraltete oder beschädigte rote Blutkörperchen und spielt eine zentrale Rolle bei der Abwehr von bestimmten Krankheitserregern, insbesondere von bekapselten Bakterien wie Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae und Neisseria meningitidis.
Ein Milzfunktionstest wird eingesetzt, wenn der Verdacht besteht, dass die Milz ihre Aufgaben nicht oder nur eingeschränkt erfüllt. Dies kann nach einer operativen Entfernung der Milz (Splenektomie), bei bestimmten Bluterkrankungen oder bei angeborenen Immundefekten der Fall sein.
Der Test ist besonders relevant bei folgenden klinischen Situationen:
Die am häufigsten verwendete Methode ist die mikroskopische Untersuchung eines Blutausstrichs. Dabei wird nach sogenannten Howell-Jolly-Körperchen gesucht. Dabei handelt es sich um kleine Reste von Zellkernmaterial in roten Blutkörperchen, die normalerweise von einer gesunden Milz herausgefiltert werden. Sind diese Einschlüsse im Blut nachweisbar, deutet dies auf eine eingeschränkte oder fehlende Milzfunktion hin.
Bei der Milzszintigraphie werden mit einem schwach radioaktiven Stoff markierte rote Blutkörperchen in die Blutbahn injiziert. Eine Gammakamera misst anschließend, in welchem Ausmaß die Milz diese markierten Zellen aufnimmt und abbaut. Dieses Verfahren liefert Informationen sowohl über die Funktion als auch über die Größe und Lage der Milz.
Eine weitere Methode ist die Bestimmung der sogenannten Pitted Red Cells (Erythrozyten mit Membrangrübchen). Mithilfe eines Interferenz-Phasenkontrastmikroskops wird der Anteil dieser veränderten roten Blutkörperchen im Blut gemessen. Ein erhöhter Anteil weist auf eine verminderte Milzfilterfunktion hin. Dieser Test gilt als besonders sensitiv für die Beurteilung der Milzfunktion.
Ergänzend können bildgebende Verfahren wie Ultraschall (Sonographie), Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt werden, um Größe, Lage und strukturelle Veränderungen der Milz darzustellen. Diese Verfahren ersetzen jedoch keine funktionellen Tests.
Ein auffälliger Milzfunktionstest kann folgende Zustände anzeigen:
Patienten mit Asplenie oder schwerem Hyposplenismus haben ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere, lebensbedrohliche Infektionen, insbesondere durch bekapselte Bakterien. Diese Infektionen werden als OPSI (Overwhelming Post-Splenectomy Infection) bezeichnet und erfordern spezielle Vorsorgemaßnahmen.
Wird eine eingeschränkte Milzfunktion festgestellt, werden in der Regel folgende Maßnahmen empfohlen:
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