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Mukosaheilung bezeichnet die Wiederherstellung der Darmschleimhaut bei entzündlichen Darmerkrankungen. Sie gilt als wichtiges Therapieziel bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Mukosaheilung bezeichnet die Wiederherstellung der Darmschleimhaut bei entzündlichen Darmerkrankungen. Sie gilt als wichtiges Therapieziel bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Der Begriff Mukosaheilung (auch Schleimhautheilung genannt) beschreibt die vollständige oder weitgehende Wiederherstellung der Darmschleimhaut (Mukosa) nach einer entzündlichen Schädigung. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa ist die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts durch anhaltende Entzündungsprozesse beschädigt. Die Mukosaheilung bedeutet, dass diese Schäden abheilen und die Schleimhaut ihre normale Struktur und Schutzfunktion zurückgewinnt.
Die Mukosaheilung hat sich in den letzten Jahren als eines der wichtigsten Therapieziele bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) etabliert. Früher galt die Beschwerdefreiheit der Patienten (klinische Remission) als ausreichendes Ziel. Heute weiß man, dass eine symptomfreie Phase nicht immer bedeutet, dass die Schleimhaut vollständig geheilt ist.
Die Beurteilung der Mukosaheilung erfolgt in erster Linie durch eine endoskopische Untersuchung (Darmspiegelung), bei der die Schleimhaut direkt beurteilt werden kann. Ergänzend können histologische Untersuchungen (Gewebeproben) entnommen werden, um eine mikroskopische Heilung nachzuweisen. Zudem können bestimmte Biomarker im Blut und Stuhl, wie das fäkale Calprotectin oder das C-reaktive Protein (CRP), Hinweise auf Entzündungsaktivität liefern.
Zur standardisierten Beurteilung der Mukosaheilung werden validierte Scores eingesetzt, zum Beispiel:
Verschiedene medikamentöse Therapien zielen darauf ab, eine Mukosaheilung zu erreichen:
Biologika sind biotechnologisch hergestellte Wirkstoffe, die gezielt in Entzündungsprozesse eingreifen. Sie gelten derzeit als die wirksamsten Medikamente zur Induktion und Aufrechterhaltung der Mukosaheilung. Zu den wichtigsten Gruppen gehören:
Small Molecules sind chemisch synthetisierte Wirkstoffe, die ebenfalls Entzündungswege hemmen, wie z. B. JAK-Inhibitoren (z. B. Tofacitinib, Upadacitinib).
Auch Aminosalizylate (z. B. Mesalazin) bei Colitis ulcerosa sowie Immunmodulatoren (z. B. Azathioprin) können zur Mukosaheilung beitragen, sind jedoch weniger wirksam als Biologika.
Neben der endoskopisch sichtbaren Mukosaheilung gewinnt die histologische Heilung zunehmend an Bedeutung. Sie beschreibt die vollständige Normalisierung des Gewebes unter dem Mikroskop, also das Fehlen jeglicher entzündlicher Zellinfiltrate. Studien zeigen, dass die histologische Heilung mit noch besseren Langzeitergebnissen verbunden ist als die alleinige endoskopische Remission.
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