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N-Acetylcystein (NAC) ist ein Wirkstoff mit schleimlösenden und antioxidativen Eigenschaften, der bei Atemwegserkrankungen und als Gegenmittel bei Paracetamol-Vergiftung eingesetzt wird.
N-Acetylcystein (NAC) ist ein Wirkstoff mit schleimlösenden und antioxidativen Eigenschaften, der bei Atemwegserkrankungen und als Gegenmittel bei Paracetamol-Vergiftung eingesetzt wird.
N-Acetylcystein (NAC) ist ein acetyliertes Derivat der Aminosäure L-Cystein und zählt zu den wichtigsten mukolytischen (schleimlösenden) sowie antioxidativen Wirkstoffen in der Medizin. Es wird sowohl als verschreibungspflichtiges Medikament als auch als frei verkäufliches Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. NAC gilt als Vorläufermolekül von Glutathion, einem der bedeutendsten körpereigenen Antioxidantien.
N-Acetylcystein entfaltet seine Wirkung über mehrere Mechanismen:
N-Acetylcystein wird häufig bei akuten und chronischen Erkrankungen der Atemwege eingesetzt, bei denen zähflüssiger Schleim ein Problem darstellt. Dazu gehören:
NAC gilt als Mittel der Wahl bei einer Paracetamol-Überdosierung. Es wird intravenös oder oral verabreicht und kann – bei rechtzeitiger Gabe – schwere Leberschäden bis hin zum Leberversagen verhindern.
In der Forschung und klinischen Praxis wird NAC auch bei folgenden Indikationen untersucht oder eingesetzt:
Die Dosierung von N-Acetylcystein richtet sich nach dem Anwendungsgebiet:
Die genaue Dosierung sollte stets ärztlich abgestimmt werden, insbesondere bei Vorerkrankungen oder der gleichzeitigen Einnahme anderer Medikamente.
N-Acetylcystein wird von den meisten Menschen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Personen mit Asthma bronchiale sollten NAC nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen, da es in seltenen Fällen Bronchospasmen auslösen kann.
NAC kann mit bestimmten Arzneimitteln interagieren. Relevante Wechselwirkungen umfassen:
N-Acetylcystein gilt allgemein als sicher. Kontraindiziert ist es bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. Bei Kindern unter zwei Jahren ist die Anwendung als Schleimlöser umstritten, da ein erhöhtes Risiko für Atemwegsobstruktionen bestehen kann.
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