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Nabelpflege bezeichnet die hygienische Versorgung des Nabels bei Neugeborenen und Erwachsenen, um Infektionen zu vermeiden und die Abheilung zu fördern.
Nabelpflege bezeichnet die hygienische Versorgung des Nabels bei Neugeborenen und Erwachsenen, um Infektionen zu vermeiden und die Abheilung zu fördern.
Die Nabelpflege umfasst alle Maßnahmen zur hygienischen Reinigung und Versorgung des Nabels. Besonders wichtig ist sie bei Neugeborenen, da der Nabelstumpf – der nach der Geburt verbleibende Rest der Nabelschnur – eine offene Wunde darstellt, die anfällig für Keime und Infektionen ist. Aber auch bei Erwachsenen kann der Nabel eine Ansammlung von Bakterien, Hautschuppen und Schmutz beherbergen, weshalb regelmäßige Pflege empfohlen wird.
Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt und abgeklemmt. Der verbleibende Nabelschnurstumpf trocknet in der Regel innerhalb von ein bis drei Wochen ein und fällt von selbst ab. In dieser Zeit ist eine sorgfältige Pflege entscheidend, um Komplikationen wie Entzündungen oder Infektionen zu vermeiden.
Bei Erwachsenen kann sich im Nabel eine Ansammlung aus Hautfett, Schmutz und Bakterien bilden. Eine regelmäßige, aber schonende Reinigung ist daher sinnvoll. Dabei wird empfohlen, den Nabel beim Duschen mit einem weichen Waschlappen und milder Seife zu reinigen und anschließend gründlich zu trocknen. Besonders bei einem tiefen Nabel (Bauchnabel mit ausgeprägter Falte) ist auf ausreichende Trocknung zu achten, da Feuchtigkeit die Entstehung von Pilzinfektionen oder Hautreizungen begünstigen kann.
Sowohl bei Neugeborenen als auch bei Erwachsenen sollte bei folgenden Zeichen umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden:
Eine bakterielle Infektion des Nabels bei Neugeborenen wird als Omphalitis bezeichnet und muss ohne Verzögerung behandelt werden, da sie sich rasch ausbreiten kann.
Der Nabelstumpf trocknet in der Regel innerhalb von 7 bis 21 Tagen ein und fällt dann von selbst ab. Falls er nach vier Wochen noch nicht abgefallen ist, sollte dies einer Hebamme oder einem Arzt mitgeteilt werden.
Aktuelle medizinische Leitlinien – unter anderem der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – empfehlen für Neugeborene in Ländern mit hohem Hygienestandard die sogenannte Trockenpflege: Der Stumpf wird weder mit Alkohol noch mit Antiseptika behandelt, sondern lediglich trocken und sauber gehalten. In Regionen mit erhöhtem Infektionsrisiko kann die Anwendung von Chlorhexidin empfohlen werden.
Nach einer Bauchoperation, einem Bauchnabelpiercing oder bei einem künstlichen Darmausgang (Stoma) im Nabelbereich gelten spezifische Pflegehinweise. Diese werden individuell von Ärzten oder Pflegefachkräften vermittelt und sollten streng befolgt werden, um Wundheilungsstörungen zu vermeiden.
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