-
DE
Nachtschreck (Pavor nocturnus) ist eine Schlafstörung, bei der Betroffene plötzlich aufschreien und verwirrt wirken, ohne aufzuwachen. Besonders häufig bei Kindern.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenNachtschreck (Pavor nocturnus) ist eine Schlafstörung, bei der Betroffene plötzlich aufschreien und verwirrt wirken, ohne aufzuwachen. Besonders häufig bei Kindern.
Nachtschreck, medizinisch als Pavor nocturnus bezeichnet, ist eine Form der Parasomnie – einer Gruppe von Schlafstörungen, die durch unerwünschte Verhaltensweisen oder Erlebnisse während des Schlafs gekennzeichnet sind. Betroffene schrecken plötzlich aus dem Tiefschlaf auf, schreien laut, wirken panisch oder verwirrt und sind dennoch nicht wirklich wach. Sie reagieren kaum auf Ansprache und erinnern sich am nächsten Morgen meist nicht an den Vorfall.
Nachtschreck tritt überwiegend in den ersten Schlafstunden auf, während der Tiefschlafphase (Non-REM-Schlaf). Mögliche Auslöser und Ursachen sind:
Nachtschreck betrifft vor allem Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Schätzungen zufolge erfahren etwa 1 bis 6 Prozent der Kinder Episoden von Nachtschreck. Bei den meisten Kindern verschwindet die Schlafstörung mit zunehmendem Alter von selbst. Auch Erwachsene können betroffen sein, dies ist jedoch seltener und kann auf zugrundeliegende psychische oder neurologische Erkrankungen hinweisen.
Typische Anzeichen eines Nachtschreck-Ereignisses sind:
Nachtschreck ist klar vom gewöhnlichen Alptraum zu unterscheiden. Alpträume treten in der REM-Schlafphase auf, werden meist lebhaft erinnert und führen häufig zu vollständigem Erwachen. Beim Nachtschreck hingegen bleiben Betroffene im Tiefschlaf und erinnern sich am Morgen nicht an das Ereignis.
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt (Anamnese), bei dem Schlafgewohnheiten, Häufigkeit der Episoden und familiäre Vorgeschichte besprochen werden. In unklaren Fällen oder bei Verdacht auf begleitende Erkrankungen kann eine Polysomnographie (Schlaflaboruntersuchung) durchgeführt werden, um die Schlafphasen und körperliche Reaktionen während des Schlafs zu messen.
In den meisten Fällen, insbesondere bei Kindern, ist keine spezifische Behandlung notwendig. Folgende Maßnahmen können jedoch helfen:
Eltern sollten einen Arzt aufsuchen, wenn die Episoden sehr häufig auftreten, sehr intensiv sind, das Kind sich dabei selbst gefährdet oder wenn der Nachtschreck bei Erwachsenen erstmals auftritt. Auch bei begleitenden Symptomen wie Schläfrigkeit tagsüber oder Atemaussetzer im Schlaf ist ärztlicher Rat sinnvoll.