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Die Nährstoffbiokinetik beschreibt, wie der Körper Nährstoffe aufnimmt, verteilt, verarbeitet und ausscheidet. Sie ist grundlegend für das Verständnis einer optimalen Ernährung und Supplementierung.
Die Nährstoffbiokinetik beschreibt, wie der Körper Nährstoffe aufnimmt, verteilt, verarbeitet und ausscheidet. Sie ist grundlegend für das Verständnis einer optimalen Ernährung und Supplementierung.
Die Nährstoffbiokinetik ist ein Teilgebiet der Ernährungswissenschaft und Pharmakologie, das sich mit dem zeitlichen Verlauf und den Prozessen befasst, durch die Nährstoffe im menschlichen Körper aufgenommen, transportiert, verteilt, metabolisiert und ausgeschieden werden. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern Nährstoff und Biokinetik (griech. bios = Leben, kinetikos = bewegend) zusammen. Im Grunde beschreibt die Nährstoffbiokinetik, was der Körper mit einem Nährstoff macht – von dem Moment an, in dem dieser mit der Nahrung oder einem Supplement aufgenommen wird, bis zu dem Zeitpunkt, an dem er den Körper wieder verlässt.
Die Nährstoffbiokinetik steht in engem Zusammenhang mit der Pharmakokinetik, die denselben Prozess für Arzneistoffe beschreibt. Beide Disziplinen nutzen ähnliche Modelle und Konzepte, jedoch liegt der Fokus der Nährstoffbiokinetik auf essenziellen Mikro- und Makronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Fettsäuren, Aminosäuren und Kohlenhydraten.
Die Nährstoffbiokinetik gliedert sich klassischerweise in vier Hauptphasen, die mit dem Akronym ADME zusammengefasst werden:
Die Absorption bezeichnet die Aufnahme eines Nährstoffs aus dem Verdauungstrakt in den Blutkreislauf oder das Lymphsystem. Sie findet hauptsächlich im Dünndarm statt und ist abhängig von verschiedenen Faktoren:
Nach der Absorption werden Nährstoffe über das Blut und das Lymphsystem im Körper verteilt. Fettlösliche Nährstoffe (wie die Vitamine A, D, E und K) werden an Lipoproteine oder spezifische Transportproteine gebunden und gelangen so zu den Zielorganen. Wasserlösliche Nährstoffe (wie B-Vitamine oder Vitamin C) zirkulieren frei oder gebunden an Plasmaproteine im Blut. Die Verteilung wird durch die Gewebedurchblutung, die Membranpermeabilität und das Vorhandensein spezifischer Transportmoleküle bestimmt.
Viele Nährstoffe müssen im Körper zunächst in ihre aktive Form umgewandelt werden, bevor sie ihre biologischen Funktionen erfüllen können. Dieser Prozess findet häufig in der Leber statt. Beispiele:
Nicht verwertete oder überschüssige Nährstoffe sowie deren Abbauprodukte werden über verschiedene Wege ausgeschieden:
Die Bioverfügbarkeit ist eines der zentralen Konzepte der Nährstoffbiokinetik. Sie beschreibt, welcher Anteil eines zugeführten Nährstoffs letztendlich am Wirkort im Körper verfügbar ist. Die Bioverfügbarkeit kann durch folgende Faktoren beeinflusst werden:
Das Verständnis der Nährstoffbiokinetik ist in verschiedenen medizinischen und ernährungswissenschaftlichen Bereichen von großer praktischer Relevanz:
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