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Narbenbildungsprävention umfasst Maßnahmen, die nach Verletzungen oder Operationen die Entstehung sichtbarer Narben reduzieren. Frühzeitige Behandlung verbessert das Hautbild nachhaltig.
Narbenbildungsprävention umfasst Maßnahmen, die nach Verletzungen oder Operationen die Entstehung sichtbarer Narben reduzieren. Frühzeitige Behandlung verbessert das Hautbild nachhaltig.
Narbenbildungsprävention bezeichnet alle vorbeugenden Maßnahmen, die darauf abzielen, die Entstehung übermäßiger oder entstellender Narben nach Hautverletzungen, chirurgischen Eingriffen, Verbrennungen oder Entzündungen zu minimieren. Eine Narbe entsteht, wenn der Körper eine Wunde durch die Bildung von Bindegewebe verschließt. Je nach Wundtiefe, genetischer Veranlagung und Wundversorgung kann das Ergebnis kosmetisch und funktionell unterschiedlich ausfallen.
Die Wundheilung verläuft in drei Phasen:
Eingriffe in diesen Prozess sind besonders in den ersten Wochen wirksam, weshalb eine frühzeitige Prävention entscheidend ist.
Nicht jede Wunde hinteilässt eine auffällige Narbe. Risikofaktoren für übermäßige Narbenbildung sind:
Die Grundlage jeder Narbenprävention ist eine sorgfältige Erstversorgung der Wunde. Dazu gehören:
Silikongel und Silikonpflaster gelten als eine der am besten belegten Methoden zur Narbenprävention. Sie erhöhen die Feuchtigkeitsversorgung der Haut, regulieren die Kollagenproduktion und reduzieren Juckreiz und Rötung. Die Anwendung sollte über mehrere Monate erfolgen, sobald die Wunde vollständig verschlossen ist.
Bei Verbrennungsnarben oder nach ausgedehnten Operationen werden Kompressionsverbands oder -kleidung eingesetzt. Der konstante Druck hemmt das überschießende Wachstum von Narbengewebe und kann hypertrophe Narben abflachen.
Frische Narben reagieren sehr empfindlich auf UV-Strahlung und können sich dauerhaft verfärben. Ein Lichtschutzfaktor (LSF) von 50+ sollte für mindestens 12 Monate konsequent aufgetragen werden. Alternativ eignen sich abdeckende Kleidung oder Narbenpflaster als Lichtschutz.
Regelmäßige Massage des verheilten Narbengewebes kann die Durchblutung fördern, Verwachsungen lösen und die Elastizität des Gewebes verbessern. Sie wird in der Regel ab der vollständigen Wundheilung – meist ab der 4. bis 6. Woche – empfohlen.
Verschiedene topische Präparate können die Narbenreifung unterstützen:
Bei bereits bestehenden Narben oder bei hohem Risiko für Keloide kann der Arzt zusätzliche Maßnahmen einleiten:
Ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn:
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