Wissenswertes über "Nasolabialfalte"
Die Nasolabialfalte ist eine natürliche Hautfalte, die von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln verläuft. Sie entsteht durch Alterung, Mimik und Volumenverlust im Gesicht.
Was ist die Nasolabialfalte?
Die Nasolabialfalte (auch Nasolabialfalten, im Volksmund oft „Lachfalten“ genannt) ist eine natürliche Gewebefalte im Gesicht, die beidseitig von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln verläuft. Sie ist anatomisch normal und bei nahezu allen Menschen vorhanden. Mit zunehmendem Alter, durch Sonnenschaden und den Abbau von Kollagen kann sie sich jedoch verstärken und als störend empfunden werden.
Ursachen der Vertiefung
Die Ausprägung der Nasolabialfalte wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst:
- Natürlicher Alterungsprozess: Mit dem Alter verliert die Haut an Kollagen, Elastin und Feuchtigkeit, wodurch sie an Straffheit verliert.
- Volumenverlust: Der Abbau von Fettgewebe und Knochensubstanz im mittleren Gesichtsbereich lässt die Wange absinken und vertieft die Falte.
- Mimik: Wiederholte Gesichtsbewegungen wie Lachen, Sprechen und Kauen fördern die Faltenbildung.
- Sonnenexposition: UV-Strahlung beschleunigt den Abbau von Hautstrukturproteinen.
- Genetische Veranlagung: Familiäre Faktoren beeinflussen, wie früh und wie stark sich die Falte ausprägt.
- Rauchen: Nikotinkonsum fördert oxidativen Stress und den Kollagenabbau.
- Gewichtsveränderungen: Starker Gewichtsverlust kann den Volumenverlust im Gesicht beschleunigen.
Symptome und Erscheinungsbild
Die Nasolabialfalte ist primär ein ästhetisches Phänomen und verursacht keine medizinischen Beschwerden. Sie zeigt sich als deutlich sichtbare Linie oder Furche beidseitig der Nase bis zu den Mundwinkeln. In schwerer ausgeprägten Fällen kann sie bis zum Kinn reichen (Marionettenfalte). Ihre Tiefe variiert je nach Alter, Hauttyp und individueller Anatomie.
Diagnose
Die Beurteilung der Nasolabialfalte erfolgt durch eine klinische Inspektion durch einen Dermatologen oder plastischen Chirurgen. Es existieren standardisierte Bewertungsskalen (z. B. die Allergan-Bewertungsskala), die die Tiefe der Falte in Grade einteilen, um die geeignete Behandlung zu planen.
Behandlungsmöglichkeiten
Es gibt sowohl nichtinvasive als auch minimalinvasive und chirurgische Optionen zur Behandlung der Nasolabialfalte:
Nicht-invasive Methoden
- Topische Wirkstoffe: Retinol, Vitamin C und Peptide können die Kollagenproduktion anregen und das Hautbild verbessern.
- Lichtschutz: Konsequenter UV-Schutz verlangsamt die weitere Faltenbildung.
- Gesichtsyoga und Mimikübungen: Können die Gesichtsmuskulatur kräftigen, jedoch ist die wissenschaftliche Evidenz begrenzt.
Minimal-invasive Methoden
- Hyaluronsäure-Füller (Dermal Filler): Die häufigste Behandlung. Hyaluronsäure wird in die Falte injiziert, um Volumen aufzubauen und die Falte aufzufüllen. Das Ergebnis hält in der Regel 6–18 Monate an.
- Eigenfett-Injektion (Lipofilling): Eigenes Fettgewebe wird an anderen Körperstellen entnommen und in das Gesicht injiziert.
- Kollagen-Stimulatoren: Substanzen wie Poly-L-Milchsäure oder Calciumhydroxylapatit regen die körpereigene Kollagenproduktion an.
- Laserbehandlungen und Radiofrequenz: Fördern die Hauterneuerung und Kollagensynthese.
- Fadenlifting: Spezielle Fadenimplantate straffen die Wangenhaut und reduzieren die Falte indirekt.
Chirurgische Methoden
- Facelift (Rhytidektomie): Bei stark ausgeprägter Faltenbildung kann ein chirurgisches Facelift eine langfristige Verbesserung des gesamten Gesichtsprofils erzielen.
Wann zum Arzt?
Da es sich um ein ästhetisches Anliegen handelt, ist ein Arztbesuch keine medizinische Notwendigkeit. Dennoch sollte die Beratung immer durch einen qualifizierten Facharzt – vorzugsweise einen Dermatologen oder plastischen Chirurgen – erfolgen, bevor Behandlungen durchgeführt werden. Eine plötzliche, asymmetrische Veränderung im Gesichtsbereich kann jedoch auf neurologische Erkrankungen hinweisen und sollte medizinisch abgeklärt werden.
Quellen
- Rzany B., De Boulle K. - Dermal Filler Injections for Nasolabial Folds. Journal of Drugs in Dermatology, 2022.
- Carruthers J., Carruthers A. - Soft Tissue Augmentation. Elsevier, 4th Edition, 2018.
- Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGAEPC) - Leitlinien zur minimalinvasiven Gesichtsästhetik, 2021.