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Die Natriumsalze der Guanosin-5'-phosphorsäure sind Lebensmittelzusatzstoffe (E 627, E 630), die als Geschmacksverstärker eingesetzt werden und den Umami-Geschmack verstärken.
Die Natriumsalze der Guanosin-5'-phosphorsäure sind Lebensmittelzusatzstoffe (E 627, E 630), die als Geschmacksverstärker eingesetzt werden und den Umami-Geschmack verstärken.
Die Natriumsalze der Guanosin-5'-phosphorsäure sind chemische Verbindungen, die als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen sind. Die bekanntesten Vertreter sind Dinatriumguanylat (E 627) und Mononatriumguanylat (E 630). Es handelt sich um Nukleotide, also Bausteine der Erbsubstanz (DNA/RNA), die in der Lebensmittelindustrie wegen ihrer geschmacksverstärkenden Eigenschaften verwendet werden.
Guanosin-5'-phosphorsäure (GMP) ist ein Nukleotidmonophosphat, das aus der Purinbase Guanin, dem Zucker Ribose und einer Phosphatgruppe besteht. Die Natriumsalze entstehen durch Neutralisation der Phosphorsäuregruppe mit Natriumhydroxid. Industriell werden diese Verbindungen häufig durch enzymatische oder chemische Hydrolyse aus Hefeextrakten oder durch Fermentation gewonnen.
In der Lebensmittelindustrie werden die Natriumsalze der Guanosin-5'-phosphorsäure hauptsächlich als Geschmacksverstärker eingesetzt. Sie verstärken den sogenannten Umami-Geschmack – einen herzhaften, würzigen Geschmack, der als fünfte Grundgeschmacksrichtung gilt. Typische Anwendungsbereiche umfassen:
Die Verbindungen wirken synergistisch mit Mononatriumglutamat (MSG, E 621) und anderen Nukleotiden wie Dinatriuminosinat (E 631). Bereits geringe Mengen verstärken den Geschmack deutlich, weshalb sie häufig in Kombination eingesetzt werden.
Der Mechanismus der Geschmacksverstärkung beruht auf der Interaktion der Guanylatnukleotide mit speziellen Umami-Geschmacksrezeptoren (T1R1/T1R3) auf der Zunge. Diese Rezeptoren werden durch Glutamat aktiviert; die Anwesenheit von GMP-Natriumsalzen erhöht die Empfindlichkeit dieser Rezeptoren erheblich und verlängert das Geschmackserlebnis. Dieser synergistische Effekt mit Glutamat erklärt, warum Dinatriumguanylat fast immer zusammen mit Mononatriumglutamat verwendet wird.
Guanosin-5'-phosphorsäure und ihre Salze kommen natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vor, insbesondere in:
Der hohe GMP-Gehalt in getrockneten Pilzen erklärt deren intensiven Umami-Geschmack und ihre traditionelle Verwendung als Würzzutat in der asiatischen Küche.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der gemeinsame FAO/WHO-Expertenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) haben Dinatriumguanylat und verwandte Nukleotidsalze als sicher eingestuft. Es wurde kein spezifischer akzeptabler täglicher Einnahmewert (ADI) festgelegt, da die Verbindungen als unbedenklich gelten.
Wichtige Hinweise zur Verträglichkeit:
In der Europäischen Union sind die Natriumsalze der Guanosin-5'-phosphorsäure als E 627 (Dinatriumguanylat) und E 630 (Mononatriumguanylat) zugelassen. Auf Lebensmitteletiketten müssen sie entweder unter ihrer E-Nummer oder ihrer Bezeichnung ausgewiesen werden. Produkte, die Geschmacksverstärker enthalten, müssen dies klar auf der Verpackung angeben.
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