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Nekrophilie bezeichnet eine sexuelle Präferenzstörung, bei der sexuelle Erregung durch tote Körper ausgelöst wird. Sie gehört zu den Paraphilien und ist klinisch sowie rechtlich relevant.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenNekrophilie bezeichnet eine sexuelle Präferenzstörung, bei der sexuelle Erregung durch tote Körper ausgelöst wird. Sie gehört zu den Paraphilien und ist klinisch sowie rechtlich relevant.
Nekrophilie (von griech. nekros = tot, philein = lieben) bezeichnet eine Paraphilie, bei der eine Person sexuelle Erregung, Fantasien oder Verhaltensweisen in Bezug auf tote menschliche Körper erlebt. Der Begriff nekrophil beschreibt eine Person, die diese Präferenz aufweist. Nekrophilie gehört zu den schwerwiegenden sexuellen Störungen und ist in den meisten Ländern strafbar.
Im psychiatrischen Klassifikationssystem ICD-11 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Nekrophilie unter den Paraphilen Störungen eingeordnet. Eine Paraphilie wird dann zur behandlungsbedürftigen Störung, wenn sie Leid verursacht oder andere Personen schädigt. Nekrophilie ist aufgrund der Verletzung von Körpern Verstorbener stets als klinisch und rechtlich problematisch einzustufen.
Die genauen Ursachen nekrophiler Neigungen sind wissenschaftlich nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden unter anderem:
In einigen dokumentierten Fällen traten nekrophile Verhaltensweisen in Kombination mit anderen schwerwiegenden psychischen Störungen auf, darunter Schizophrenie oder ausgepägte antisoziale Persönlichkeitsstörungen.
Nekrophilie wird in der forensischen Psychiatrie als schwere Paraphilie betrachtet. Sie tritt äußerst selten auf und wird in der Regel nur im Kontext strafrechtlicher Ermittlungen bekannt. Psychiatrische Gutachten spielen in entsprechenden Verfahren eine zentrale Rolle bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit und der geeigneten Maßnahmen.
In Deutschland ist die Schändung von Leichen gemäß § 168 StGB (Störung der Totenruhe) strafbar. Nekrophile Handlungen an Verstorbenen können mit Freiheitsstrafe bestraft werden. Ähnliche Regelungen bestehen in der Schweiz, Österreich und den meisten anderen Ländern.
Die Diagnose einer nekrophilen Paraphilie erfolgt durch forensisch-psychiatrische Fachkräfte auf Basis strukturierter klinischer Interviews, psychologischer Testverfahren und der Auswertung vorliegender Verhaltensauffälligkeiten. Eine Selbstdiagnose ist nicht möglich und nicht sinnvoll.
Die Behandlung nekrophiler Störungen ist komplex und umfasst in der Regel:
Eine vollständige Heilung ist selten; das Ziel der Behandlung ist in erster Linie die Vermeidung weiterer Straftaten und der Schutz der Öffentlichkeit.