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Nephroprotektion bezeichnet Maßnahmen zum Schutz der Nieren vor Schädigungen. Ziel ist es, die Nierenfunktion langfristig zu erhalten und das Fortschreiten von Nierenerkrankungen zu verlangsamen.
Nephroprotektion bezeichnet Maßnahmen zum Schutz der Nieren vor Schädigungen. Ziel ist es, die Nierenfunktion langfristig zu erhalten und das Fortschreiten von Nierenerkrankungen zu verlangsamen.
Nephroprotektion (auch: renaler Schutz) bezeichnet alle medizinischen, pharmakologischen und diätetischen Maßnahmen, die darauf abzielen, die Nieren vor Schäden zu schützen und ihre Funktion so lange wie möglich zu erhalten. Der Begriff setzt sich aus den griechischen bzw. lateinischen Wörtern nephros (Niere) und protectio (Schutz) zusammen. Nephroprotektion ist besonders relevant für Patientinnen und Patienten mit bestehenden Nierenerkrankungen oder erhöhtem Risiko für Nierenschäden – etwa bei Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Nieren erfüllen lebenswichtige Aufgaben: Sie filtern das Blut, regulieren den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt und produzieren wichtige Hormone. Eine chronische Nierenerkrankung (CKD) kann sich über Jahre unbemerkt entwickeln und im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Nierenversagen führen, das eine Dialyse oder Nierentransplantation notwendig macht. Nephroprotektive Maßnahmen sollen diesen Prozess verlangsamen oder aufhalten.
Nierenschäden können durch verschiedene Faktoren entstehen:
Die pharmakologische Nephroprotektion umfasst mehrere Wirkstoffklassen:
Bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus ist eine gute Einstellung des Blutzuckers (HbA1c-Zielwert gemäß individueller Risikoabschätzung) essenziell, um die Entstehung und das Fortschreiten einer diabetischen Nephropathie zu verhindern.
Ernährungsinterventionen spielen eine wichtige Rolle in der Nephroprotektion:
Die Vermeidung von Substanzen, die die Nieren schädigen können, ist ein zentraler Bestandteil der Nephroprotektion. Dazu gehören bestimmte Schmerzmittel (NSAIDs wie Ibuprofen oder Diclofenac), jodhaltiges Kontrastmittel bei bildgebenden Untersuchungen sowie bestimmte Antibiotika (z.B. Aminoglykoside). Bei Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion müssen Medikamentendosen angepasst werden.
Zur Beurteilung der Nierenfunktion und des Therapieerfolgs nephroprotektiver Maßnahmen werden folgende Parameter regelmäßig kontrolliert:
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