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Neuropeptide sind kleine Eiweißmoleküle im Nervensystem, die als Botenstoffe wirken und zahlreiche Körperfunktionen wie Schmerzempfinden, Stimmung und Appetit regulieren.
Neuropeptide sind kleine Eiweißmoleküle im Nervensystem, die als Botenstoffe wirken und zahlreiche Körperfunktionen wie Schmerzempfinden, Stimmung und Appetit regulieren.
Ein Neuropeptid ist ein kurzkettiges Eiweißmolekül (Peptid), das im Nervensystem produziert und freigesetzt wird. Neuropeptide gehören zu den wichtigsten Botenstoffen des Körpers und übertragen Signale zwischen Nervenzellen (Neuronen) sowie zwischen dem Nervensystem und anderen Organen. Sie unterscheiden sich von klassischen Neurotransmittern wie Serotonin oder Dopamin durch ihre größere molekulare Struktur und ihre vielfältigen, oft länger anhaltenden Wirkungen.
Bisher wurden im menschlichen Körper mehr als 100 verschiedene Neuropeptide identifiziert. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Körperfunktionen wie Schmerzwahrnehmung, Hunger, Schlaf, Stimmung, Stress und Gedächtnis.
Neuropeptide bestehen aus kurzen Ketten von Aminosäuren – den Bausteinen der Eiweiße. Sie werden in Nervenzellen aus größeren Vorläuferproteinen (sogenannten Präpropeptiden) hergestellt, gespeichert und bei Bedarf ausgeschüttet. Nach ihrer Freisetzung binden sie an spezifische Rezeptoren auf der Oberfläche von Zielzellen und lösen dort eine biologische Reaktion aus.
Störungen im Neuropeptidsystem können an der Entstehung oder dem Verlauf verschiedener Erkrankungen beteiligt sein. Beispiele hierfür sind:
Die Erforschung von Neuropeptiden hat erhebliche Bedeutung für die Entwicklung neuer Medikamente. So wurden auf Basis des CGRP-Systems neue Migränetherapien entwickelt (sogenannte CGRP-Antagonisten). Auch in der Schmerztherapie, Onkologie und Psychiatrie werden Neuropeptide als potenzielle Angriffspunkte für neue Wirkstoffe untersucht.
Darüber hinaus sind Neuropeptide wie Oxytocin Gegenstand intensiver Forschung im Bereich sozialer Verhaltensweisen und neuropsychiatrischer Erkrankungen wie Autismus-Spektrum-Störungen.
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