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Die Neurotransmitteranalyse ist ein diagnostisches Verfahren zur Messung von Botenstoffen im Blut oder Urin. Sie liefert Hinweise auf Ungleichgewichte im Nervensystem.
Die Neurotransmitteranalyse ist ein diagnostisches Verfahren zur Messung von Botenstoffen im Blut oder Urin. Sie liefert Hinweise auf Ungleichgewichte im Nervensystem.
Die Neurotransmitteranalyse ist ein labordiagnostisches Verfahren, bei dem die Konzentration bestimmter Neurotransmitter – also chemischer Botenstoffe des Nervensystems – in Koerperproben gemessen wird. Als Probenmaterial werden haeufig Urin, Blut oder Blutplasma verwendet. Ziel ist es, Hinweise auf ein moegliches Ungleichgewicht im Botenstoffsystem zu erhalten, das mit verschiedenen psychischen oder neurologischen Beschwerden in Zusammenhang stehen kann.
Neurotransmitter sind Signalmolekuele, die Informationen zwischen Nervenzellen (Neuronen) uebertragen. Zu den bekanntesten zaehlen Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, GABA (Gamma-Aminobuttersaeure) und Glutamat. Ein Ungleichgewicht dieser Stoffe wird mit Erkrankungen wie Depressionen, Angststoerungen, ADHS, Schlafproblemen und chronischem Stress assoziiert.
Bei der haeufigsten Form der Neurotransmitteranalyse wird ein 24-Stunden-Urin oder ein Spontanurin gesammelt und anschliessend im Labor mittels spezieller Methoden analysiert. Zu den eingesetzten Verfahren gehoeren:
Dabei werden haeufig nicht die Neurotransmitter selbst, sondern deren Metabolite (Abbauprodukte) gemessen, da viele Botenstoffe die Blut-Hirn-Schranke nicht ueberwinden und daher im Blut oder Urin nur indirekt nachweisbar sind.
Ein typisches Neurotransmitterprofil umfasst unter anderem folgende Substanzen:
Die Neurotransmitteranalyse wird vor allem im Bereich der Funktionellen Medizin, der Naturheilkunde und der orthomolekularen Medizin eingesetzt. Sie kann als ergaenzende Diagnostik bei folgenden Beschwerdebildern in Betracht gezogen werden:
Die klinische Aussagekraft der Neurotransmitteranalyse aus Urin oder Blut wird in der konventionellen Medizin kontrovers diskutiert. Ein zentrales Problem ist, dass die im Urin gemessenen Neurotransmitter und deren Metabolite nicht zwingend die Situation im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rueckenmark) widerspiegeln, da die Blut-Hirn-Schranke einen direkten Vergleich erschwert. Ein Grossteil der im Urin nachgewiesenen Serotonin-Metabolite stammt beispielsweise aus dem Magen-Darm-Trakt und nicht aus dem Gehirn.
Standardisierte Referenzwerte und einheitliche Testmethoden fehlen weitgehend, weshalb die Interpretation der Ergebnisse von Labor zu Labor variieren kann. Die Deutsche Gesellschaft fuer Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) empfiehlt die Methode derzeit nicht als Standarddiagnostik in der Psychiatrie.
Dennoch kann die Analyse im Rahmen eines ganzheitlichen Gesundheitsansatzes als ergaenzende Information genutzt werden, insbesondere wenn sie von erfahrenen Fachkraeften interpretiert und in den klinischen Gesamtkontext eingeordnet wird.
Sollte eine Analyse auf ein Ungleichgewicht hinweisen, koennen verschiedene Massnahmen in Betracht gezogen werden:
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