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Nicotinsäure ist eine Form von Vitamin B3 und ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper für den Energiestoffwechsel benötigt. Sie wird therapeutisch eingesetzt, um erhöhte Blutfettwerte zu senken.
Nicotinsäure ist eine Form von Vitamin B3 und ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper für den Energiestoffwechsel benötigt. Sie wird therapeutisch eingesetzt, um erhöhte Blutfettwerte zu senken.
Nicotinsäure (auch Nikotinsäure geschrieben) ist eine Form von Vitamin B3 und gehört zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine. Sie ist ein essenzieller Nährstoff, den der Körper für zahlreiche Stoffwechselprozesse benötigt. Nicotinsäure kommt natürlich in vielen Lebensmitteln vor und kann vom Körper in geringem Umfang auch aus der Aminosäure Tryptophan selbst hergestellt werden.
Nicotinsäure spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel der Zellen. Sie ist Vorläufer der Coenzyme NAD (Nicotinamidadenindinukleotid) und NADP, die an hunderten enzymatischen Reaktionen im menschlichen Körper beteiligt sind. Zu den wichtigsten Funktionen zählen:
Nicotinsäure ist in vielen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Besonders gute Quellen sind:
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen folgende Richtwerte für die tägliche Zufuhr von Niacin (angegeben als Niacin-Äquivalente):
In hohen, pharmakologischen Dosen (weit über dem Bedarf als Vitamin) wird Nicotinsäure als Arzneimittel zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen eingesetzt. Sie kann:
Aufgrund dieser Wirkungen wurde Nicotinsäure in Kombination mit Statinen zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Allerdings haben neuere klinische Studien gezeigt, dass der Zusatznutzen in Kombination mit Statinen begrenzt ist, weshalb die Anwendung in Europa eingeschränkt wurde.
In pharmakologischen Dosen hemmt Nicotinsäure in der Leber die Synthese von VLDL (Very Low Density Lipoprotein), was zu einer reduzierten Produktion von LDL-Cholesterin führt. Gleichzeitig verlangsamt sie den Abbau von HDL-Cholesterin. Im Fettgewebe hemmt sie die Freisetzung freier Fettsäuren, was die Verfügbarkeit von Substraten für die Triglyzeridsynthese in der Leber vermindert.
Ein schwerwiegender Mangel an Nicotinsäure führt zur Erkrankung Pellagra, die durch die klassische Trias gekennzeichnet ist:
Pellagra tritt vor allem in Regionen auf, in denen Mais das Hauptnahrungsmittel ist und keine ausgewogene Ernährung möglich ist. In wohlhabenden Ländern ist ein schwerer Niacin-Mangel selten.
Nicotinsäure in hohen Dosen kann Nebenwirkungen verursachen. Die häufigste und charakteristischste ist der sogenannte Flush – ein plötzliches Wärme- und Rötungsgefühl der Haut, insbesondere im Gesicht und an den Armen. Weitere mögliche Nebenwirkungen hoher Dosen umfassen:
Hohe Dosierungen von Nicotinsäure sollten daher nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.
Nicotinsäure kann Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten eingehen, darunter:
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