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Nierenfunktionsmarker sind Laborwerte, die Auskunft über die Leistungsfähigkeit der Nieren geben. Sie helfen, Nierenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und den Verlauf zu überwachen.
Nierenfunktionsmarker sind Laborwerte, die Auskunft über die Leistungsfähigkeit der Nieren geben. Sie helfen, Nierenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und den Verlauf zu überwachen.
Nierenfunktionsmarker sind Laborparameter, die im Blut oder Urin gemessen werden, um die Funktion der Nieren zu beurteilen. Die Nieren sind lebenswichtige Organe, die Stoffwechselprodukte filtern, den Wasserhaushalt regulieren und Hormone produzieren. Sind sie in ihrer Funktion eingeschränkt, reichern sich bestimmte Substanzen im Körper an oder werden in veränderter Menge ausgeschieden. Durch die Bestimmung dieser Marker können Ärzte eine Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz) erkennen, einschätzen und den Therapieverlauf kontrollieren.
Kreatinin ist ein Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels und wird nahezu vollständig über die Nieren ausgeschieden. Steigt der Kreatininwert im Blut an, deutet dies auf eine verminderte Nierenfilterleistung hin. Der Normalbereich liegt für Erwachsene in der Regel zwischen 0,6 und 1,2 mg/dl, wobei die Werte je nach Muskelmasse, Alter und Geschlecht variieren können.
Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) gibt an, wie viel Blut pro Minute durch die Nierenfilter (Glomeruli) gefiltert wird. Sie wird meist als geschätzte GFR (eGFR) aus dem Kreatininwert berechnet. Eine eGFR unter 60 ml/min/1,73 m² über mehr als drei Monate gilt als Zeichen einer chronischen Nierenerkrankung. Die GFR ist der wichtigste Einzelparameter zur Einteilung des Schweregrads einer Niereninsuffizienz.
Harnstoff entsteht beim Abbau von Proteinen in der Leber und wird über die Nieren ausgeschieden. Erhöhte Harnstoffwerte im Blut können auf eine eingeschränkte Nierenfunktion, aber auch auf eine proteinreiche Ernährung oder Austrocknung (Dehydration) hinweisen. Der Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) ist ein verwandter Parameter, der vor allem im angloamerikanischen Raum verwendet wird.
Cystatin C ist ein Protein, das von allen kernhaltigen Körperzellen produziert und ausschließlich über die Nieren gefiltert wird. Es gilt als empfindlicherer Marker als Kreatinin, da es weniger von Muskelmasse, Alter oder Geschlecht beeinflusst wird. Cystatin C eignet sich besonders zur Früherkennung einer leichten Einschränkung der Nierenfunktion.
Gesunde Nieren lassen kaum Eiweiß in den Urin durch. Eine erhöhte Ausscheidung von Albumin im Urin (Albuminurie) ist ein frühes Zeichen einer Nierenschädigung, zum Beispiel bei Diabetes mellitus oder Bluthochdruck. Werte zwischen 30 und 300 mg pro Tag werden als Mikroalbuminurie bezeichnet und gelten als Warnsignal.
Die Bestimmung von Nierenfunktionsmarkern ist in folgenden Situationen sinnvoll:
Kein einzelner Nierenfunktionsmarker reicht allein aus, um eine Nierenerkrankung sicher zu diagnostizieren. Ärzte beurteilen stets mehrere Parameter gemeinsam, beziehen die Krankengeschichte des Patienten ein und führen bei Bedarf weitere Untersuchungen durch, wie Ultraschall der Nieren oder eine Nierenbiopsie. Wichtig ist außerdem die Verlaufsbeobachtung: Ein einmaliger erhöhter Wert ist nicht immer besorgniserregend, während anhaltend veränderte Werte auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen können.
Die Therapie richtet sich nach der Grunderkrankung und dem Schweregrad der Nierenfunktionsstörung. Mögliche Maßnahmen umfassen:
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