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Östrogenmangel schwächt die Knochen und erhöht das Risiko für Osteoporose. Erfahren Sie, wie der Hormonverlust den Knochen schadet und was Sie dagegen tun können.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenÖstrogenmangel schwächt die Knochen und erhöht das Risiko für Osteoporose. Erfahren Sie, wie der Hormonverlust den Knochen schadet und was Sie dagegen tun können.
Östrogen ist ein weibliches Sexualhormon, das nicht nur die Fortpflanzung steuert, sondern auch eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel spielt. Es reguliert das Gleichgewicht zwischen knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) und knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten). Solange ausreichend Östrogen vorhanden ist, bleibt die Knochendichte stabil.
Sinkt der Östrogenspiegel – etwa in den Wechseljahren (Menopause) oder durch andere Ursachen – wird dieser Gleichgewichtszustand gestört. Der Knochenabbau überwiegt, und die Knochen verlieren an Masse und Festigkeit.
Ohne ausreichendes Östrogen werden die Osteoklasten nicht mehr ausreichend gehemmt. Dies führt zu einem beschleunigten Knochenabbau. Besonders in den ersten fünf bis sieben Jahren nach der Menopause kann die Knochendichte stark abnehmen – um bis zu 20 Prozent. Folgende Erkrankungen und Zustände entstehen:
In frühen Stadien verläuft der Knochenmasseverlust häufig symptomlos. Später können folgende Beschwerden auftreten:
Die wichtigste diagnostische Maßnahme ist die Knochendichtemessung (DXA-Messung), auch Osteodensitometrie genannt. Dabei wird die Knochenmineraldichte an der Lendenwirbelsäule und am Hüftgelenk gemessen. Der sogenannte T-Score gibt an, wie weit die Knochendichte vom Normalwert einer gesunden, jungen Frau abweicht:
Zusätzlich können Blutuntersuchungen (Hormonspiegel, Kalzium, Vitamin D, Knochenumbaumarker) sowie bildgebende Verfahren zur Diagnose eingesetzt werden.
Die Hormonersatztherapie ist eine der wirksamsten Methoden, um östrogenmangelbedingten Knochenverlust zu verhindern. Östrogen hemmt die übermäßige Aktivität der Osteoklasten und erhält so die Knochendichte. Die Anwendung sollte individuell mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden, da Nutzen und Risiken persönlich abgewogen werden müssen.
Kalzium ist der wichtigste Baustein des Knochens. Erwachsene sollten täglich etwa 1.000 bis 1.200 mg Kalzium über die Nahrung aufnehmen (z. B. durch Milchprodukte, grünes Gemüse, Mandeln). Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und ist für den Knochen unverzichtbar. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 800 IE Vitamin D pro Tag für ältere Erwachsene.
Bei bereits vorliegender Osteoporose stehen folgende Medikamente zur Verfügung:
Regelmäßige körperliche Aktivität, insbesondere Krafttraining und gewichtstragende Übungen wie Gehen, Wandern oder Tanzen, stimulieren den Knochenaufbau und verbessern die Muskelstärke, was Sturz- und Bruchrisiken senkt. Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sollten vermieden werden, da beide den Knochenabbau fördern.