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Ohrgeräusche (Tinnitus) können stark belasten. Erfahren Sie, welche Behandlungsmöglichkeiten helfen und wann ein Arztbesuch notwendig ist.
Ohrgeräusche (Tinnitus) können stark belasten. Erfahren Sie, welche Behandlungsmöglichkeiten helfen und wann ein Arztbesuch notwendig ist.
Ohrgeräusche, medizinisch als Tinnitus bezeichnet, sind Geräusche wie Klingeln, Pfeifen, Rauschen oder Summen, die eine Person wahrnimmt, ohne dass eine externe Schallquelle vorhanden ist. Sie können vorübergehend oder dauerhaft auftreten und in ihrer Intensität stark variieren. Tinnitus ist ein weit verbreitetes Phänomen: In Deutschland leiden schätzungsweise 15 bis 20 Prozent der Erwachsenen gelegentlich daran.
Die Ursachen für Ohrgeräusche sind vielfältig. Häufige Auslöser sind:
Tinnitus äußert sich in unterschiedlichen Formen:
Die Diagnose von Ohrgeräuschen erfolgt durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt). Typische Untersuchungen umfassen:
Es gibt keine universelle Heilung für chronischen Tinnitus, jedoch zahlreiche Behandlungsansätze, die die Beschwerden lindern und die Lebensqualität verbessern können.
Die kognitive Verhaltenstherapie hilft Betroffenen, den Tinnitus als weniger bedrohlich wahrzunehmen und negative Gedankenmuster zu durchbrechen. Sie gilt als eine der wirksamsten Methoden bei chronischem Tinnitus.
Die Tinnitus-Retraining-Therapie kombiniert Beratungsgespräche mit Geräuschtherapie (sogenanntes Sound Enrichment). Ziel ist es, das Gehirn daran zu gewöhnen, das Ohrgeräusch zu ignorieren, sodass es nicht mehr als störend empfunden wird.
Beim Masking werden angenehme Hintergrundgeräusche (z. B. weißes Rauschen, Naturgeräusche) eingesetzt, um den Tinnitus zu überlagern und weniger wahrnehmbar zu machen. Spezielle Noisegeneratoren oder Hörgeräte mit integrierter Klangtherapie können hierbei eingesetzt werden.
Da Stress ein wesentlicher Verstärker von Tinnitus ist, können Entspannungsmethoden wie Progressive Muskelentspannung, Yoga, Meditation und Biofeedback die Beschwerden deutlich reduzieren.
Wenn Tinnitus mit einem Hörverlust einhergeht, kann ein Hörgerät die Lebensqualität erheblich verbessern. Es verstärkt Umgebungsgeräusche und reduziert so die Wahrnehmung des Tinnitus.
Einige Patienten berichten von positiven Effekten durch Akupunktur oder pflanzliche Präparate (z. B. Ginkgo biloba). Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch begrenzt und diese Methoden sollten als Ergänzung, nicht als Ersatz für eine schulmedizinische Behandlung betrachtet werden.
Ein Arztbesuch ist dringend empfohlen, wenn:
Viele Fälle von Tinnitus können durch einfache Maßnahmen vorgebeugt werden:
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