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Oleoylethanolamid (OEA) ist eine körpereigene Fettsäure, die im Darm gebildet wird und das Sättigungsgefühl reguliert. Es spielt eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenOleoylethanolamid (OEA) ist eine körpereigene Fettsäure, die im Darm gebildet wird und das Sättigungsgefühl reguliert. Es spielt eine wichtige Rolle im Fettst offwechsel.
Oleoylethanolamid (kurz: OEA) ist eine natürlich vorkommende, körpereigene Substanz aus der Gruppe der Fettsäureethanolamide. Sie wird hauptsächlich in den Zellen der Dünndarmschleimhaut gebildet, wenn der Körper Nahrungsfette – insbesondere Ölsaure (Oleinsa¨re) – aufnimmt. OEA gehört zu den sogenannten Lipidbotenstoffen und wirkt als endogener Regulator des Energiestoffwechsels und des Sättigungsgefühls.
OEA entfaltet seine Wirkung primär über den Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptor Alpha (PPAR-α), einen Kernrezeptor, der in Leber, Darm und anderen Geweben vorkommt. Durch Aktivierung von PPAR-α beeinflusst OEA verschiedene Stoffwechselprozesse:
Zusätzlich aktiviert OEA den GPR119-Rezeptor (G-Protein-gekoppelter Rezeptor 119), der an der Freisetzung von Inkretinhormonen wie GLP-1 beteiligt ist und so den Insulinstoffwechsel beeinflusst.
Im menschlichen Körper übernimmt OEA mehrere wichtige Aufgaben:
Aufgrund seiner Rolle bei der Sättigungsregulation und im Fettstoffwechsel wird OEA als Wirkstoff in verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln angeboten, die zur Unterstützung des Gewichtsmanagements vermarktet werden. Typische Dosierungen in Supplementen liegen zwischen 100 und 300 mg pro Tag, wobei die optimale Dosierung noch nicht abschließend durch klinische Studien festgelegt wurde.
Die Einnahme erfolgt meist vor den Mahlzeiten, um den natürlichen Sättigungseffekt nach der Nahrungsaufnahme zu unterstützen.
Die bisherige Forschungslage zu OEA ist vielversprechend, stützt sich aber überwiegend auf Tier- und In-vitro-Studien. Klinische Humanstudien, die eine eindeutige Wirksamkeit bei Übergewicht oder Stoffwechselerkrankungen belegen, sind bislang begrenzt. OEA gilt als gut verträglich; schwerwiegende Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt, mögliche leichte Beschwerden wie Übelkeit oder Verdauungsstörungen wurden vereinzelt berichtet.
OEA wird im Körper durch spezifische Enzyme (Fettsaure-Amidhydrolase, FAAH) schnell abgebaut. Da OEA über PPAR-α wirkt, können theoretische Wechselwirkungen mit anderen PPAR-α-Agonisten (z. B. Fibrate, bestimmte Lipidsenker) nicht ausgeschlossen werden. Personen, die Medikamente einnehmen oder unter Vorerkrankungen leiden, sollten vor der Einnahme von OEA-haltigen Präparaten ärztlichen Rat einholen. Für Schwangere und Stillende liegen keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor, weshalb die Einnahme in diesen Phasen nicht empfohlen wird.