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Opipramol ist ein Psychopharmakon, das bei Angststörungen und somatoformen Störungen eingesetzt wird. Es wirkt beruhigend und angstlösend, ohne das Abhängigkeitsrisiko von Benzodiazepinen.
Opipramol ist ein Psychopharmakon, das bei Angststörungen und somatoformen Störungen eingesetzt wird. Es wirkt beruhigend und angstlösend, ohne das Abhängigkeitsrisiko von Benzodiazepinen.
Opipramol ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der trizyklischen Verbindungen, das in der Psychiatrie und Allgemeinmedizin zur Behandlung von Angststörungen und somatoformen Störungen eingesetzt wird. Somatoforme Störungen sind Erkrankungen, bei denen körperliche Beschwerden ohne eindeutige organische Ursache auftreten, zum Beispiel Schmerzen, Herzrasen oder Magen-Darm-Probleme, die durch psychische Belastung bedingt sind. Opipramol ist in Deutschland seit Jahrzehnten zugelassen und zählt zu den am häufigsten verschriebenen Psychopharmaka.
Im Gegensatz zu klassischen Antidepressiva beeinflusst Opipramol kaum die Wiederaufnahme von Neurotransmittern wie Serotonin oder Noradrenalin. Stattdessen wirkt es vor allem über folgende Mechanismen:
Durch diese Kombination wirkt Opipramol angstlösend (anxiolytisch), beruhigend (sedierend) und stimmungsaufhellend (thymoleptisch), ohne ein nennenswertes Abhängigkeitspotenzial zu besitzen.
Opipramol ist zugelassen für:
Darüber hinaus wird Opipramol gelegentlich ergänzend bei Schlafstörungen, Reizbarkeit und leichten depressiven Verstimmungen im Rahmen der genannten Störungsbilder eingesetzt.
Opipramol wird in der Regel als Tablette eingenommen. Die übliche Tagesdosis für Erwachsene liegt zwischen 50 mg und 150 mg, aufgeteilt auf zwei bis drei Einnahmen pro Tag. Zu Beginn der Therapie wird meist mit einer niedrigen Dosis begonnen, die schrittweise angepasst wird. Die abendliche Einnahme eines Teils der Dosis kann die sedierende Wirkung nutzen, um den Schlaf zu verbessern. Die genaue Dosierung sollte stets von einem Arzt oder einer Ärztin festgelegt werden.
Wie alle Arzneimittel kann Opipramol Nebenwirkungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen umfassen:
Seltener können Herzrhythmusstörungen, Sehstörungen oder allergische Reaktionen auftreten. Ältere Patientinnen und Patienten sind besonders auf Schwindel und Sturzgefahr zu achten.
Opipramol sollte nicht eingenommen werden bei:
Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit anderen zentral dämpfenden Substanzen (z. B. Alkohol, Schlafmittel), Antihypertensiva und Anticholinergika. Eine sorgfältige Medikamentenanamnese durch den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin ist daher wichtig.
Im Vergleich zu Benzodiazepinen wie Diazepam hat Opipramol den Vorteil, kein relevantes Abhängigkeitspotenzial zu besitzen und ist daher für eine längerfristige Behandlung besser geeignet. Im Vergleich zu modernen Antidepressiva wie SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) wirkt Opipramol schneller beruhigend, hat jedoch ein anderes Nebenwirkungsprofil.
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