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Die Osteoporose Früherkennung ermöglicht es, Knochenschwund frühzeitig zu erkennen und Brüche zu verhindern. Erfahren Sie, welche Untersuchungen empfohlen werden.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenDie Osteoporose Früherkennung ermöglicht es, Knochenschwund frühzeitig zu erkennen und Brüche zu verhindern. Erfahren Sie, welche Untersuchungen empfohlen werden.
Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochendichte abnimmt und die Knochen brüchiger werden. Die Früherkennung zielt darauf ab, einen krankhaften Knochenschwund zu einem möglichst frühen Zeitpunkt zu identifizieren – noch bevor es zu Knochenbrüchen (Frakturen) kommt. Da Osteoporose oft über viele Jahre unbemerkt verläuft, ist ein gezieltes Screening besonders wichtig.
Osteoporose wird häufig erst erkannt, wenn bereits eine Fraktur – zum Beispiel ein Wirbelkörper- oder Hüftbruch – aufgetreten ist. Diese können schwerwiegende Folgen haben, darunter dauerhafter Schmerz, Mobilitätsverlust und eine erhöhte Sterblichkeit. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht rechtzeitige Maßnahmen zur Vorbeugung von Frakturen und zur Verlangsamung des Knochenabbaus.
Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und sollten frühzeitig untersucht werden:
Die wichtigste Untersuchung zur Früherkennung ist die Dual-Energie-Röntgenabsorptiometrie (kurz: DXA oder DEXA). Dabei wird mit einer geringen Dosis Röntgenstrahlung die Knochendichte an Lendenwirbelssäule und Hüfte gemessen. Das Ergebnis wird als sogenannter T-Score angegeben:
Das FRAX-Tool (Fracture Risk Assessment Tool) der WHO berechnet anhand von Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index und Knochendichte das individuelle 10-Jahres-Frakturrisiko. Es hilft Ärztinnen und Ärzten zu entscheiden, ob eine Behandlung notwendig ist.
Ergänzend können Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt werden, um sekundäre Ursachen der Osteoporose auszuschließen. Dabei werden unter anderem Kalzium, Vitamin D, Phosphat, Parathormon und Knochenabbaumarker bestimmt.
Röntgenbilder der Wirbelsäule können bereits eingetretene Wirbelkörperfrakturen sichtbar machen, die oft schmerzlos verlaufen und unbemerkt bleiben. Diese sind ein wichtiger Hinweis auf eine fortgeschrittene Osteoporose.
Die Deutsche Gesellschaft für Osteologie (DGO) und die Dachverband Osteologie (DVO) empfehlen eine Knochendichtemessung insbesondere für:
In Deutschland wird die DXA-Messung bei medizinischer Indikation von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Bei auffälligen Befunden erfolgt eine individuelle Beratung durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt. Je nach Schweregrad der Osteoporose werden Lebensstiländerungen (z. B. mehr Bewegung, kalziumreiche Ernährung, Vitamin-D-Supplementierung) und/oder medikamentöse Therapien (z. B. Bisphosphonate, Denosumab) empfohlen, um das Frakturrisiko zu senken.