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Die Oxidationsschutzanalyse misst die antioxidative Kapazität des Körpers und hilft, oxidativen Stress frühzeitig zu erkennen. Sie unterstützt die gezielte Prävention und Therapie.
Die Oxidationsschutzanalyse misst die antioxidative Kapazität des Körpers und hilft, oxidativen Stress frühzeitig zu erkennen. Sie unterstützt die gezielte Prävention und Therapie.
Die Oxidationsschutzanalyse ist ein diagnostisches Verfahren, das die antioxidative Schutzkapazität des menschlichen Organismus untersucht. Im Fokus steht dabei das Gleichgewicht zwischen freien Radikalen – also reaktiven Sauerstoffverbindungen – und den körpereigenen sowie durch die Ernährung zugeführten Antioxidantien. Ein Ungleichgewicht zugunsten der freien Radikale wird als oxidativer Stress bezeichnet und ist mit zahlreichen chronischen Erkrankungen assoziiert.
Freie Radikale entstehen als natürliche Nebenprodukte des Stoffwechsels, aber auch durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Rauchen, Umweltgifte, Alkohol und Entzündungsprozesse. Sie können Zellmembranen, Proteine und die DNA schädigen. Der Körper verfügt über ein ausgeklügeltes antioxidatives Abwehrsystem, bestehend aus enzymatischen Schutzmechanismen (z. B. Superoxiddismutase, Katalase, Glutathionperoxidase) sowie nicht-enzymatischen Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Selen und Zink.
Die Analyse wird in der Präventivmedizin, der funktionellen Medizin und der Ernährungsmedizin eingesetzt. Typische Anlässe sind:
Die Oxidationsschutzanalyse erfolgt in der Regel aus einer Blutprobe (Serum oder Vollblut). Verschiedene Labormethoden werden eingesetzt, um unterschiedliche Aspekte der antioxidativen Kapazität zu messen:
Hierbei werden spezifische Mikronährstoffe und Schutzstoffe wie Vitamin C, Vitamin E (Tocopherol), Beta-Carotin, Selen, Zink, Coenzym Q10 und Glutathion im Blut quantitativ bestimmt.
Tests wie der FRAP-Test (Ferric Reducing Ability of Plasma) oder der ORAC-Test (Oxygen Radical Absorbance Capacity) messen die Gesamtfähigkeit des Blutplasmas, freie Radikale zu neutralisieren. Diese Werte geben einen Überblick über das antioxidative Gesamtpotenzial.
Ergänzend können Biomarker für oxidative Schäden bestimmt werden, z. B. 8-Hydroxy-2-Desoxyguanosin (8-OHdG) als Marker für DNA-Oxidation, Malondialdehyd (MDA) als Marker für Lipidperoxidation, sowie oxidiertes LDL-Cholesterin.
Die Auswertung der Oxidationsschutzanalyse liefert ein individuelles Bild der antioxidativen Schutzlage. Niedrige Werte einzelner Antioxidantien oder der Gesamtkapazität können auf eine unzureichende Versorgung oder einen erhöhten Verbrauch durch oxidativen Stress hinweisen. Die Ergebnisse werden immer im Kontext der klinischen Situation, der Ernährung und des Lebensstils des Patienten interpretiert.
Auf Basis der Analyseergebnisse können gezielte Maßnahmen empfohlen werden:
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