-
DE
Palmkernfett ist ein pflanzliches Speisefett, das aus dem Kern der Ölpalme gewonnen wird. Es ist reich an gesättigten Fettsäuren und wird in der Lebensmittel- sowie Kosmetikindustrie vielseitig eingesetzt.
Palmkernfett ist ein pflanzliches Speisefett, das aus dem Kern der Ölpalme gewonnen wird. Es ist reich an gesättigten Fettsäuren und wird in der Lebensmittel- sowie Kosmetikindustrie vielseitig eingesetzt.
Palmkernfett ist ein pflanzliches Fett, das durch Pressung oder Extraktion aus dem Samen (Kern) der Ölpalme (Elaeis guineensis) gewonnen wird. Es unterscheidet sich deutlich vom Palmöl, das aus dem Fruchtfleisch derselben Pflanze stammt. Palmkernfett ist bei Raumtemperatur fest und weist einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren auf, was ihm eine lange Haltbarkeit und besondere technologische Eigenschaften verleiht.
Palmkernfett besteht zu etwa 80–85 % aus gesättigten Fettsäuren. Die wichtigsten Fettsäuren sind:
Laurinsäure (ca. 48 %): eine mittelkettige gesättigte Fettsäure, die antimikrobielle Eigenschaften besitzen soll
Myristinsäure (ca. 16 %): eine langkettige gesättigte Fettsäure
Palmitinsäure (ca. 8 %): ebenfalls eine langkettige gesättigte Fettsäure
Ölsäure (ca. 15 %): eine einfach ungesättigte Fettsäure
Linolsäure (ca. 2 %): eine mehrfach ungesättigte Fettsäure (Omega-6)
Aufgrund dieses Fettsäureprofils ähnelt Palmkernfett dem Kokosfett und wird in der Lebensmitteltechnologie oft als Alternative dazu eingesetzt.
Palmkernfett wird wegen seiner Festigkeit bei Raumtemperatur, seines neutralen Geschmacks und seiner hohen Hitzestabilität in zahlreichen Lebensmitteln eingesetzt:
Schokoladenwaren und Süßigkeiten (als Kakaobutter-Ersatz)
Backwaren, Kekse und Kuchen
Margarine und pflanzliche Fette
Fertiggerichte und Fast Food
Aufstriche und Cremes
Babynahrung und Säuglingsformula
In der Zutatenliste von Lebensmitteln ist Palmkernfett oft unter der Bezeichnung Palmkernfett, Palmkernöl oder dem allgemeinen Begriff pflanzliches Fett aufgeführt.
Neben der Lebensmittelverwendung findet Palmkernfett breite Anwendung in der Kosmetik- und Pharmaindustrie:
Cremes, Lotionen und Salben (als Trägerfett)
Seifen und Reinigungsprodukte
Lippenpflegeprodukte
Zäpfchen und pharmazeutische Grundmassen
Die gesundheitliche Bewertung von Palmkernfett ist differenziert zu betrachten:
Aufgrund seines hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren wird Palmkernfett von Ernährungsexperten und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Zurückhaltung bewertet. Ein hoher Konsum gesättigter Fettsäuren kann den LDL-Cholesterinspiegel (sogenanntes schlechtes Cholesterin) erhöhen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, den Anteil gesättigter Fettsäuren in der Ernährung zu begrenzen.
Die in Palmkernfett enthaltene Laurinsäure erhöht zwar den LDL-Cholesterinspiegel, steigert jedoch gleichzeitig auch den HDL-Cholesterinspiegel (sogenanntes gutes Cholesterin). Ob dies den gesundheitlichen Netttoeffekt abschwächt, wird in der Wissenschaft noch diskutiert.
Palmkernfett ist von Natur aus frei von Transfettsäuren, sofern es nicht industriell gehärtet wird. Beim Einsatz in der Lebensmittelverarbeitung kann jedoch eine partielle Härtung zur Entstehung von Transfettsäuren führen, die als besonders schädlich für die Herzgesundheit gelten.
Der Anbau von Ölpalmen ist mit erheblichen ökologischen Problemen verbunden, darunter Regenwaldzerstörung, Verlust der Artenvielfalt und erhöhte CO2-Emissionen. Zertifizierungssysteme wie der Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) versuchen, Mindeststandards für eine nachhaltigere Produktion zu etablieren. Verbraucher können auf Produkte mit entsprechenden Nachhaltigkeitszertifikaten achten.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht empfiehlt sich ein bewusster und mäßiger Umgang mit Palmkernfett als Teil einer ausgewogenen Ernährung. Wer gesättigte Fettsäuren reduzieren möchte, kann auf Alternativen wie Rapsöl oder Olivenöl zurückgreifen, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) – Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 2. Auflage (2019). www.dge.de
WHO – Fats and fatty acids in human nutrition: Report of an expert consultation. FAO Food and Nutrition Paper 91, Geneva (2010).
Eyres L et al. – Coconut oil consumption and cardiovascular risk factors in humans. Nutrition Reviews, 74(4):267–280 (2016). PubMed PMID: 26946252.
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
MAGENSCHONEND & GUT VERTRÄGLICH
Speziell formuliert für Deinen Eisenhaushalt mit pflanzlichem Curryblatt-Eisen, Lactoferrin CLN® und natürlichem Vitamin C