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Der Pankreasfunktionstest prüft die Funktion der Bauchspeicheldrüse. Er hilft, Erkrankungen wie chronische Pankreatitis oder Pankreasinsuffizienz frühzeitig zu erkennen.
Der Pankreasfunktionstest prüft die Funktion der Bauchspeicheldrüse. Er hilft, Erkrankungen wie chronische Pankreatitis oder Pankreasinsuffizienz frühzeitig zu erkennen.
Der Pankreasfunktionstest ist ein diagnostisches Verfahren, mit dem die exokrine und teilweise auch die endokrine Funktion der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) beurteilt wird. Die Bauchspeicheldrüse produziert lebenswichtige Verdauungsenzyme sowie Hormone wie Insulin und Glukagon. Ist ihre Funktion eingeschränkt, kann es zu Verdauungsproblemen, Nährstoffmangel und weiteren ernsthaften Erkrankungen kommen.
Pankreasfunktionstests werden eingesetzt, um verschiedene Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zu diagnostizieren oder auszuschließen. Typische Indikationen sind:
Bei direkten Tests wird die Bauchspeicheldrüse gezielt stimuliert und das Sekret direkt aus dem Duodenum (Zwölffingerdarm) gewonnen. Die bekanntesten Verfahren sind:
Indirekte Tests sind weniger invasiv und daher im klinischen Alltag häufiger eingesetzt:
Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, MRT (Magnetresonanztomographie) oder Endosonographie werden häufig ergänzend eingesetzt, um strukturelle Veränderungen der Bauchspeicheldrüse sichtbar zu machen.
Der Ablauf hängt von der Art des Tests ab. Für den Stuhl-Elastase-Test wird lediglich eine Stuhlprobe entnommen, die ins Labor geschickt wird. Der Sekretin-Pankreozymin-Test hingegen erfordert eine Magenspiegelung mit Einführung einer speziellen Sonde in den Zwölffingerdarm, eine intravenöse Medikamentengabe sowie die Entnahme mehrerer Sekretproben über etwa 80 Minuten. In der Regel ist eine Nüchternheit von mindestens 6-8 Stunden vor dem Test erforderlich.
Die Testergebnisse geben Hinweise auf das Ausmaß der Pankreasfunktionsstörung:
Ein normales Ergebnis schließt eine Pankreaserkrankung nicht vollständig aus, da manche Erkrankungen erst im fortgeschrittenen Stadium durch Funktionstests erkannt werden.
Wird eine exokrine Pankreasinsuffizienz diagnostiziert, wird in der Regel eine Enzymersatztherapie mit oralen Pankreasenzympräparaten eingeleitet. Zusätzlich werden Ernährungsanpassungen empfohlen, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Bei endokriner Insuffizienz (z. B. pankreatogenem Diabetes mellitus) erfolgt eine entsprechende Behandlung mit Antidiabetika oder Insulin.
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