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Der Pankreasschwanz ist der schmale, linke Abschnitt der Bauchspeicheldrüse. Er liegt in der Nähe der Milz und enthält hormonproduzierende Zellen.
Der Pankreasschwanz ist der schmale, linke Abschnitt der Bauchspeicheldrüse. Er liegt in der Nähe der Milz und enthält hormonproduzierende Zellen.
Der Pankreasschwanz (lateinisch: Cauda pancreatis) ist der linke, verjüngte Endabschnitt der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Die Bauchspeicheldrüse gliedert sich anatomisch in drei Hauptabschnitte: den Kopf (Caput pancreatis), den Körper (Corpus pancreatis) und den Schwanz (Cauda pancreatis). Der Schwanz ist der schmalste Teil und reicht bis zur Milz, an der er meist anliegt. Er liegt im linken Oberbauch, eingebettet im sogenannten Milz-Nieren-Band (Ligamentum splenorenale).
Der Pankreasschwanz liegt retroperitoneal, also hinter dem Bauchfell, im linken Oberbauch. Er befindet sich in enger Nachbarschaft zur Milz, zur linken Niere sowie zur Nebennierendrüse. Diese enge Lagebeziehung ist klinisch bedeutsam, da Erkrankungen des Pankreasschwanzes benachbarte Organe betreffen können und umgekehrt.
Der Pankreasschwanz erfüllt sowohl exokrine als auch endokrine Funktionen, die für den gesamten Organismus wichtig sind.
Im Pankreasschwanz befinden sich besonders viele sogenannte Langerhans-Inseln – Ansammlungen von hormonproduzierenden Zellen. Diese produzieren lebenswichtige Hormone, darunter:
Da der Pankreasschwanz besonders reich an Langerhans-Inseln ist, spielt er eine zentrale Rolle bei der Blutzuckerregulation. Erkrankungen oder operative Eingriffe am Pankreasschwanz können daher die Insulinproduktion beeinflussen und im schlimmsten Fall zu einem Diabetes mellitus führen.
Wie der Rest der Bauchspeicheldrüse produziert auch der Pankreasschwanz Verdauungsenzyme, die über den Pankreasgang in den Dünndarm weitergeleitet werden. Diese Enzyme sind für die Verdauung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten unerlässlich.
Der Pankreasschwanz kann von verschiedenen Erkrankungen betroffen sein. Besonders hervorzuheben sind:
Etwa 10–15 % aller Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankungen entstehen im Pankreasschwanz. Da der Schwanz weit von den Gallenwegen entfernt liegt, verursacht ein Tumor hier lange Zeit keine Gelbsucht – ein typisches Frühzeichen bei Tumoren im Pankreaskopf. Daher wird Pankreasschwanzkrebs oft erst spät entdeckt, wenn der Tumor bereits in benachbarte Organe oder Lymphknoten eingewachsen ist.
Bei einer akuten oder chronischen Pankreatitis können alle Abschnitte der Bauchspeicheldrüse betroffen sein, auch der Schwanz. Entzündungen können zu Pseudozysten, Abszessen oder einer Zerstörung des Pankreasgewebes führen.
Im Pankreasschwanz können sich gutartige oder bösartige Zysten entwickeln. Pseudozysten entstehen häufig nach einer Pankreatitis als Folge von Gewebeschäden.
Da der Schwanz besonders reich an Langerhans-Inseln ist, entstehen neuroendokrine Tumore des Pankreas (z. B. Insulinome, Glukagonome) häufig in diesem Bereich.
Zur Untersuchung des Pankreasschwanzes stehen verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung:
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung:
Der häufigste operative Eingriff am Pankreasschwanz ist die sogenannte distale Pankreatektomie – die operative Entfernung des Pankreasschwanzes, oft zusammen mit der Milz (Splenektomie). Dieser Eingriff wird bei bösartigen Tumoren, bestimmten Zysten oder schweren Verletzungen durchgeführt. In manchen Fällen ist auch eine milzerhaltende Operation möglich.
Bei Entzündungen kommen Schmerztherapie, Ernährungsanpassungen und bei Infektionen Antibiotika zum Einsatz. Neuroendokrine Tumore können mit speziellen Medikamenten (Somatostatin-Analoga, zielgerichtete Therapien) behandelt werden.
Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs im Schwanzbereich umfasst die Behandlung je nach Stadium eine Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder kombinierte Therapieansätze.
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