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Der Parasympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems. Er steuert Erholung, Verdauung und Regeneration und wirkt als Gegenspieler des Sympathikus.
Der Parasympathikus ist ein Teil des vegetativen Nervensystems. Er steuert Erholung, Verdauung und Regeneration und wirkt als Gegenspieler des Sympathikus.
Der Begriff parasympathisch bezieht sich auf den Parasympathikus, einen der drei Hauptteile des vegetativen (autonomen) Nervensystems. Das vegetative Nervensystem regelt lebenswichtige Körperfunktionen unbewusst und automatisch, also ohne dass wir aktiv darauf Einfluss nehmen müssen. Dazu gehören unter anderem Herzschlag, Atmung, Verdauung und Stoffwechsel.
Der Parasympathikus wird oft als der Ruhenerv bezeichnet, da er vor allem in Phasen der Entspannung, des Schlafs und der Verdauung aktiv ist. Er bildet zusammen mit dem Sympathikus (dem sogenannten Stressnerv) und dem enterischen Nervensystem (Darmnervensystem) das vegetative Nervensystem.
Die Fasern des Parasympathikus entspringen im Hirnstamm (vor allem über den Nervus vagus, den zehnten Hirnnerv) sowie im Sakralmark (dem unteren Teil des Rückenmarks, Segmente S2-S4). Dieser Aufbau wird auch als kraniosakrale Gliederung bezeichnet.
Der Parasympathikus ist verantwortlich für die sogenannte Ruhefunktion des Körpers, die oft mit dem Schlagwort Rest and Digest (Ruhe und Verdauung) beschrieben wird. Er senkt die Aktivität des Körpers auf ein energiesparendes Niveau und fördert Erholung sowie Regeneration.
Parasympathikus und Sympathikus wirken in den meisten Organen als Gegenspieler (Antagonisten). Während der Sympathikus den Körper auf Kampf oder Flucht vorbereitet (Herzfrequenz steigt, Pupillen weiten sich, Verdauung wird gedrosselt), sorgt der Parasympathikus für Beruhigung und Regeneration. Ein gesundes Gleichgewicht zwischen beiden Systemen ist entscheidend für die körperliche und psychische Gesundheit.
Bei einem dauerhaften Ungleichgewicht, etwa durch chronischen Stress oder bestimmte Erkrankungen, kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen. Eine Überaktivität des Sympathikus auf Kosten des Parasympathikus wird mit Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Schlafstörungen und Angststörungen in Verbindung gebracht.
Das parasympathische System spielt in der Medizin eine wichtige Rolle bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen. Parasympathomimetika (Wirkstoffe, die den Parasympathikus aktivieren) werden beispielsweise bei Glaukom (grünem Star), Harnverhalt oder Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Parasympatholytika (auch Anticholinergika genannt) hemmen hingegen die parasympathische Wirkung und werden unter anderem bei Asthma, Reizdarmsyndrom oder übermäßigem Speichelfluss verwendet.
Die Messung der parasympathischen Aktivität erfolgt in der Forschung und Klinik häufig über die Herzratenvariabilität (HRV), also die Schwankung der Zeitabstände zwischen einzelnen Herzschlägen. Eine hohe HRV gilt als Zeichen eines gut funktionierenden parasympathischen Systems und guter allgemeiner Gesundheit.
Es gibt verschiedene Methoden, die parasympathische Aktivität zu stärken und damit Stress abzubauen:
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