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Die Pessartherapie ist eine nicht-operative Behandlung bei Beckenbodensenkung oder Harninkontinenz. Ein Pessar ist ein Hilfsmittel, das in die Scheide eingesetzt wird.
Die Pessartherapie ist eine nicht-operative Behandlung bei Beckenbodensenkung oder Harninkontinenz. Ein Pessar ist ein Hilfsmittel, das in die Scheide eingesetzt wird.
Die Pessartherapie ist eine konservative, also nicht-operative Behandlungsmethode, die hauptsächlich bei Beckenbodensenkunng (Descensus genitalis) und Harninkontinenz eingesetzt wird. Dabei wird ein sogenanntes Pessar – ein speziell geformtes medizinisches Hilfsmittel aus Silikon oder Latex – in die Scheide (Vagina) eingesetzt. Es unterstützt die abgesunkenen Organe von innen und hilft, Beschwerden wie ungewollten Harnverlust oder ein Drückgefühl im Unterleib zu lindern.
Die Pessartherapie wird vor allem bei folgenden Erkrankungen und Zuständen angewendet:
Es gibt verschiedene Pessarformen, die je nach Befund und Anatomie der Patientin ausgewählt werden:
Die Anpassung eines Pessars erfolgt durch eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen. Dabei wird die passende Größe und Form individuell bestimmt. Einige Pessare können von der Patientin selbst täglich eingesetzt und entnommen werden (sogenannte Selbstanwenderpessare). Andere werden ärztlich eingesetzt und müssen regelmäßig – in der Regel alle vier bis zwölf Wochen – von medizinischem Fachpersonal gereinigt und kontrolliert werden.
Zur Vorbeugung von Schleimhauttrockenheit und Reizungen wird bei älteren Frauen häufig gleichzeitig eine lokale Östrogentherapie empfohlen.
Studien zeigen, dass die Pessartherapie bei vielen Frauen zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden führt. Vorteile gegenüber einer Operation sind:
Bei unsachgemäßer Anwendung oder mangelnder Kontrolle können folgende Probleme auftreten:
Regelmäßige gynäkologische Kontrolltermine sind daher ein wesentlicher Bestandteil der Pessartherapie.
Die Pessartherapie ist keine dauerhafte Heilung der Beckenbodensenkung, sondern eine symptomatische Behandlung. Bei schweren Fällen oder wenn die konservative Therapie nicht ausreichend wirksam ist, kann ein operativer Eingriff zur Rekonstruktion des Beckenbodens notwendig sein. Die Entscheidung zwischen Pessar und Operation sollte gemeinsam mit der behandelnden Gynäkologin oder dem behandelnden Gynäkologen getroffen werden.
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