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Pethidin ist ein stark wirksames Opioid-Schmerzmittel, das bei starken Schmerzen eingesetzt wird. Es wirkt direkt im Zentralnervensystem und ist verschreibungspflichtig.
Pethidin ist ein stark wirksames Opioid-Schmerzmittel, das bei starken Schmerzen eingesetzt wird. Es wirkt direkt im Zentralnervensystem und ist verschreibungspflichtig.
Pethidin (auch bekannt als Meperidin) ist ein synthetisches Opioid-Analgetikum, das zur Gruppe der Betäubungsmittel gehört. Es wurde erstmals in den 1930er-Jahren entwickelt und ist eines der ältesten synthetischen Opioide überhaupt. Pethidin wirkt stark schmerzlindernd und wird ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt. In Deutschland unterliegt es dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG).
Pethidin wird bei verschiedenen medizinischen Situationen eingesetzt, in denen starke Schmerzen auftreten:
Pethidin bindet vorwiegend an die My-Opioidrezeptoren im Zentralnervensystem (ZNS) und im Rückenmark. Durch diese Bindung wird die Weiterleitung von Schmerzsignalen gehemmt und die Schmerzwahrnehmung deutlich reduziert. Im Vergleich zu Morphin hat Pethidin eine kürzere Wirkdauer (etwa 2–4 Stunden) und einen schnelleren Wirkungseintritt.
Ein wichtiger Unterschied zu anderen Opioiden ist, dass Pethidin auch anticholinerge Eigenschaften besitzt, d. h. es hemmt bestimmte Nervensignale, die über den Botenstoff Acetylcholin vermittelt werden. Dies kann zu typischen Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Herzrasen oder Harnverhalt führen.
Der aktive Metabolit Norpethidin entsteht beim Abbau von Pethidin in der Leber und kann sich im Körper anreichern, insbesondere bei Nierenfunktionsstörungen. Norpethidin ist neurotoxisch und kann Krampfanfälle auslösen.
Pethidin wird in der Regel intravenös (in die Vene), intramuskulär (in den Muskel) oder subkutan (unter die Haut) verabreicht. Eine orale Anwendungsform existiert, wird jedoch aufgrund der schlechteren Bioverfügbarkeit seltener eingesetzt.
Aufgrund des Risikos der Norpethidin-Akkumulation sollte Pethidin nicht über einen längeren Zeitraum oder in hohen Dosen verabreicht werden.
Wie alle Opioide kann Pethidin eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen:
Pethidin darf nicht oder nur unter strenger Abwägung eingesetzt werden bei:
Obwohl Pethidin historisch weit verbreitet war, wird es in der modernen Schmerzmedizin zunehmend durch andere Opioide wie Morphin, Oxycodon oder Fentanyl ersetzt. Grund dafür ist insbesondere das Risiko der Norpethidin-Akkumulation und die damit verbundene Neurotoxizität. In der Geburtshilfe wird Pethidin in einigen Ländern noch regelmäßig eingesetzt, obwohl auch hier Alternativen diskutiert werden.
Pethidin ist in Deutschland nur auf Betäubungsmittelrezept erhältlich und unterliegt strengen Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes.
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