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PFA (Perfluoralkoxyalkan) ist ein fluorierter Kunststoff mit hoher chemischer Bestaendigkeit, der in medizinischen Geraeten, Laborausstattungen und Lebensmittelverarbeitungsanlagen eingesetzt wird.
PFA (Perfluoralkoxyalkan) ist ein fluorierter Kunststoff mit hoher chemischer Bestaendigkeit, der in medizinischen Geraeten, Laborausstattungen und Lebensmittelverarbeitungsanlagen eingesetzt wird.
PFA steht fuer Perfluoralkoxyalkan (auch: Perfluoralkoxypolymer) und bezeichnet einen vollstaendig fluorierten Thermoplast aus der Gruppe der Fluorpolymere. PFA wurde als verarbeitungsfreundlichere Alternative zu PTFE (Polytetrafluorethylen, bekannt als Teflon) entwickelt und vereint hervorragende chemische sowie thermische Eigenschaften mit guter Formbarkeit.
PFA besteht aus einer Kohlenstoff-Fluor-Hauptkette mit eingebetteten Perfluoralkoxy-Seitengruppen. Diese Molekuelstruktur verleiht dem Material aussergewoehnliche Eigenschaften:
In der Medizin und im Gesundheitswesen wird PFA aufgrund seiner Reinheit und Biokompatibilitaet in vielen Bereichen eingesetzt:
In der Herstellung von Arzneimitteln wird PFA fuer Behaeltnisse, Schlaeuche und Ausruestungen eingesetzt, die mit sensiblen Wirkstoffen in Beruehrung kommen. Die extrem niedrige Extraktionsrate von PFA verhindert, dass Materialbestandteile in das Medikament uebergehen und dieses verunreinigen.
PFA ist fuer den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen und wird in der Lebensmittelverarbeitung fuer Beschichtungen, Foerderbaender und Behaelter genutzt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass PFA unter normalen Verwendungsbedingungen gesundheitsschaedliche Substanzen abgibt.
PFA gehoert zur Gruppe der PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen). Waehrend viele PFAS-Verbindungen wegen ihrer Persistenz in der Umwelt und im menschlichen Koerper in der Kritik stehen, gelten hochmolekulare Fluorpolymere wie PFA nach aktuellem wissenschaftlichem Stand als wesentlich weniger bedenklich als kurzkettige PFAS. PFA ist chemisch sehr stabil, wird vom Koerper nicht aufgenommen und gilt bei sachgemaessem Gebrauch als sicher.
Dennoch wird empfohlen, PFA-Produkte nicht ueber ihre Maximaltemperatur von ca. 260 Grad Celsius zu erhitzen, da dabei Zersetzungsprodukte entstehen koennen, die gesundheitlich bedenklich sind.
Im Vergleich zu PTFE bietet PFA den Vorteil, dass es sich im geschmolzenen Zustand verarbeiten laesst (thermoplastische Verarbeitbarkeit). Dadurch koennen komplexere Formen und duennwandigere Bauteile hergestellt werden. Gegenueber FEP (Fluoriertes Ethylen-Propylen) hat PFA eine hoehere Temperaturbestaendigkeit.
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