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Phthalate sind chemische Verbindungen, die als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt werden. Sie gelten als hormonell wirksame Substanzen und stehen im Verdacht, die Gesundheit zu beeinträchtigen.
Phthalate sind chemische Verbindungen, die als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt werden. Sie gelten als hormonell wirksame Substanzen und stehen im Verdacht, die Gesundheit zu beeinträchtigen.
Phthalate (auch: Phthalsäureester) sind eine Gruppe synthetischer chemischer Verbindungen, die hauptsächlich als Weichmacher in Kunststoffen wie PVC (Polyvinylchlorid) verwendet werden. Sie machen harte Kunststoffe flexibel und formbar. Phthalate sind keine feste chemische Bindung mit dem Kunststoff eingegangen, sondern liegen nur physikalisch eingebettet vor – daher können sie leicht in die Umwelt und in den menschlichen Körper gelangen.
Phthalate sind weit verbreitet und kommen in zahlreichen Alltagsprodukten vor:
Die Aufnahme in den menschlichen Körper erfolgt über verschiedene Wege: durch Nahrung (insbesondere fetthaltige Lebensmittel aus Kunststoffverpackungen), über die Haut (z. B. durch Kosmetika), durch Einatmen von Staub sowie über medizinische Produkte.
Phthalate gelten als endokrine Disruptoren – das bedeutet, sie können in das Hormonsystem des menschlichen Körpers eingreifen. Insbesondere wirken sie antiandrogen, das heißt, sie hemmen die Wirkung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Dies kann vor allem während der Schwangerschaft und in der frühkindlichen Entwicklung problematisch sein.
Besonders gefährdet sind Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder, da in diesen Lebensphasen hormonelle Einflüsse besonders sensibel sind.
Aufgrund ihrer gesundheitlichen Risiken sind viele Phthalate in der Europäischen Union streng reguliert. Die EU-Chemikalienverordnung REACH beschränkt oder verbietet den Einsatz besonders bedenklicher Phthalate wie DEHP, DBP, BBP und DIBP in zahlreichen Produktkategorien. In Spielzeug und Kinderartikeln gelten besonders strenge Grenzwerte.
Phthalate werden im Körper rasch zu sogenannten Phthalatmetaboliten abgebaut und über den Urin ausgeschieden. Diese Abbauprodukte können im Urin nachgewiesen werden und dienen als Biomarker für die Belastung des Menschen. Studien zeigen, dass nahezu alle Menschen messbare Mengen an Phthalatmetaboliten im Urin aufweisen.
Um die persönliche Belastung durch Phthalate zu reduzieren, empfehlen Gesundheitsbehörden folgende Maßnahmen:
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