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Das Plattenepithel ist ein flaches Zellgewebe, das viele Körperoberflächen auskleidet. Es schützt Organe und Schleimhäute und spielt eine zentrale Rolle in der medizinischen Diagnostik.
Das Plattenepithel ist ein flaches Zellgewebe, das viele Körperoberflächen auskleidet. Es schützt Organe und Schleimhäute und spielt eine zentrale Rolle in der medizinischen Diagnostik.
Das Plattenepithel ist eine besondere Form von Epithelgewebe, das aus flachen, scheibenartigen Zellen besteht. Der Name leitet sich von der charakteristischen Plattenform dieser Zellen ab. Epithelgewebe allgemein kleidet Oberflächen, Hohlräume und Drüsen im menschlichen Körper aus und dient als Schutz- und Abgrenzungsschicht gegenüber der Umgebung.
Plattenepithel kommt sowohl einschichtig als auch mehrschichtig vor und erfüllt je nach Lokalisation unterschiedliche Aufgaben im Organismus.
Das einschichtige Plattenepithel besteht aus einer einzigen Lage flacher Zellen. Es findet sich vor allem an Orten, wo Stoffaustausch oder Filtration stattfindet, wie etwa:
Das mehrschichtige Plattenepithel besteht aus mehreren übereinanderliegenden Zelllagen und bietet einen wesentlich stärkeren mechanischen Schutz. Es wird weiter unterteilt in:
Plattenepithel ist an zahlreichen Stellen im menschlichen Körper zu finden:
Je nach Typ und Lokalisation übernimmt das Plattenepithel verschiedene Funktionen:
Das Plattenepithel hat eine große klinische Relevanz, da aus ihm verschiedene Erkrankungen entstehen können:
Das Plattenepithelkarzinom (auch Spinaliom oder Plattenepithelkrebs genannt) ist ein bösartiger Tumor, der aus entarteten Plattenepithelzellen entsteht. Es gehört zu den häufigsten Hautkrebsarten und kann auch in Schleimhäuten auftreten, beispielsweise in der Mundhöhle, dem Rachen, der Speiseröhre, der Lunge oder der Gebärmutter. Risikofaktoren sind unter anderem chronische UV-Bestrahlung, Rauchen und bestimmte Virusinfektionen wie das Humane Papillomavirus (HPV).
In der medizinischen Diagnostik, insbesondere in der Zytologie (Zelluntersuchung) und Histologie (Gewebeuntersuchung), spielen Plattenepithelzellen eine wichtige Rolle. Beim sogenannten Pap-Abstrich werden Zellen des Gebärmutterhalses untersucht, um frühzeitig Veränderungen des Plattenepithels zu erkennen, die auf eine Krebsvorstufe oder einen Tumor hinweisen könnten.
Unter Metaplasie versteht man die Umwandlung eines Gewebetyps in einen anderen als Reaktion auf chronische Reize. So kann sich zum Beispiel das Zylinderepithel der Bronchien durch Rauchen in Plattenepithel umwandeln. Dies gilt als Vorstufe möglicher Krebsentwicklungen und ist ein wichtiger Befund in der Pathologie.
Plattenepithelzellen erneuern sich regelmäßig durch Zellteilung in den unteren Schichten. Die neu gebildeten Zellen wandern nach oben und ersetzen die abgestorbenen oder abgestoßenen Zellen an der Oberfläche. Diese Erneuerung ist essenziell für die Aufrechterhaltung der Schutzfunktion der Haut und der Schleimhäute.
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