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Das Plattenepithelkarzinom ist ein bösartiger Tumor, der aus Plattenepithelzellen entsteht. Es kann Haut, Schleimhäute und innere Organe befallen und erfordert frühzeitige Diagnose.
Das Plattenepithelkarzinom ist ein bösartiger Tumor, der aus Plattenepithelzellen entsteht. Es kann Haut, Schleimhäute und innere Organe befallen und erfordert frühzeitige Diagnose.
Das Plattenepithelkarzinom (auch Spinaliom oder spinozellulares Karzinom genannt) ist eine bösartige (maligne) Krebserkrankung, die aus den flachen, schuppenartigen Zellen des Plattenepithels entsteht. Plattenepithelzellen kommen in der äußeren Schicht der Haut sowie in den Schleimhäuten vieler Organe vor, beispielsweise in Mund, Rachen, Speiseröhre, Lunge, Gebärmutterhals und Harnblase. Das Plattenepithelkarzinom gehört zu den häufigsten Krebsarten weltweit.
Die Entstehung eines Plattenepithelkarzinoms ist auf genetische Schäden in den Plattenepithelzellen zurückzuführen, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden können:
Die Symptome eines Plattenepithelkarzinoms hängen stark vom betroffenen Organ ab:
Die Diagnose eines Plattenepithelkarzinoms erfolgt durch eine Kombination klinischer und technischer Untersuchungen:
Die Therapie richtet sich nach Lokalisation, Stadium und Allgemeinzustand des Patienten:
Die operative Entfernung des Tumors mit ausreichendem Sicherheitsabstand ist in vielen Fällen die Therapie der ersten Wahl. Beim Haut-Plattenepithelkarzinom kommt häufig die mikrographisch kontrollierte Chirurgie (Mohs-Chirurgie) zum Einsatz, um möglichst viel gesundes Gewebe zu erhalten.
Die Strahlentherapie wird bei Tumoren eingesetzt, die nicht operativ entfernt werden können, oder ergänzend nach einer Operation, um verbleibende Krebszellen zu zerstören.
Bei fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren kann eine Chemotherapie – allein oder in Kombination mit anderen Verfahren – eingesetzt werden. Häufig verwendete Wirkstoffe sind Cisplatin und 5-Fluorouracil.
Moderne Therapieansätze umfassen Checkpoint-Inhibitoren (z. B. Pembrolizumab, Cemiplimab), die das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung des Tumors aktivieren. Bei Haut-Plattenepithelkarzinomen, die den EGFR-Rezeptor überexprimieren, können EGFR-Hemmer wie Cetuximab eingesetzt werden.
Bei oberflächlichen Läsionen oder Vorläuferläsionen (z. B. aktinische Keratosen) stehen auch die photodynamische Therapie, Kryotherapie oder topische Wirkstoffe wie Imiquimod oder 5-Fluorouracil-Creme zur Verfügung.
Die Prognose eines Plattenepithelkarzinoms ist bei frühzeitiger Diagnose in der Regel gut. Im Frühstadium können die meisten Tumoren vollständig entfernt werden. Bei fortgeschrittenen Tumoren mit Lymphknoten- oder Fernmetastasen verschlechtert sich die Prognose erheblich. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind entscheidend, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
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