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Polymyositis ist eine seltene entzündliche Muskelerkrankung, bei der das Immunsystem die Muskulatur angreift. Sie führt zu fortschreitender Muskelschwäche und bedarf einer ärztlichen Behandlung.
Polymyositis ist eine seltene entzündliche Muskelerkrankung, bei der das Immunsystem die Muskulatur angreift. Sie führt zu fortschreitender Muskelschwäche und bedarf einer ärztlichen Behandlung.
Polymyositis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur, die zur Gruppe der idiopathischen inflammatorischen Myopathien (IIM) gehört. Dabei richtet sich das körpereigene Immunsystem irrtümlich gegen die Muskelzellen, was zu Entzündungen und fortschreitender Muskelschwäche führt. Die Erkrankung betrifft vor allem die stammnahe Muskulatur, also die Muskeln an Schultern, Oberarmen, Hüften und Oberschenkeln. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, und der Erkrankungsgipfel liegt meist zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.
Die genaue Ursache der Polymyositis ist bislang nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der T-Lymphozyten (eine Art weißer Blutkörperchen) in das Muskelgewebe eindringen und dieses schädigen. Mögliche auslösende Faktoren sind:
In einigen Fällen tritt Polymyositis in Verbindung mit anderen Bindegewebserkrankungen wie dem Lupus erythematodes oder der systemischen Sklerose auf.
Das Leitsymptom der Polymyositis ist eine symmetrische, proximal betonte Muskelschwäche, die sich schleichend entwickelt. Typische Beschwerden sind:
Im Gegensatz zur Dermatomyositis treten bei der Polymyositis in der Regel keine typischen Hautveränderungen auf.
Die Diagnose der Polymyositis erfordert eine Kombination verschiedener Untersuchungen:
Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu hemmen, die Muskelfunktion zu erhalten und Komplikationen zu vermeiden. Die Therapie umfasst:
Der Verlauf der Polymyositis ist individuell verschieden. Viele Patienten sprechen gut auf die immunsuppressive Therapie an und erfahren eine deutliche Verbesserung der Muskelfunktion. Bei einem Teil der Betroffenen kommt es jedoch zu einem chronischen Verlauf mit Schüben und Remissionen. Langfristige Komplikationen können Lungenbeteiligung (interstitielle Lungenerkrankung), Herzbeteiligung oder ein erhöhtes Krebsrisiko umfassen, weshalb regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig sind.
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