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Pregabalin ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Nervenschmerzen, Epilepsie und generalisierten Angststörungen. Es wirkt dämpfend auf überaktive Nervensignale im Gehirn und Rückenmark.
Pregabalin ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung von Nervenschmerzen, Epilepsie und generalisierten Angststörungen. Es wirkt dämpfend auf überaktive Nervensignale im Gehirn und Rückenmark.
Pregabalin ist ein verschreibungspflichtiger Arzneistoff aus der Gruppe der Antikonvulsiva (Mittel gegen Epilepsie) und Analgetika (Schmerzmittel). Es ist eng verwandt mit dem Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure (GABA), bindet jedoch nicht an GABA-Rezeptoren, sondern an spezifische Kalziumkanäle im Nervensystem. In Deutschland ist Pregabalin unter dem Handelsnamen Lyrica sowie als Generikum erhältlich und wird seit 2004 von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen.
Pregabalin wird für folgende medizinisch anerkannte Indikationen eingesetzt:
Pregabalin bindet selektiv an die alpha-2-delta-Untereinheit spannungsgesteuerter Kalziumkanäle in überaktiven Nervenzellen. Durch diese Bindung wird die Freisetzung exzitatorischer Neurotransmitter wie Glutamat, Noradrenalin und Substanz P gehemmt. Dies dämpft die übermäßige elektrische Aktivität der Nervenzellen, was zu einer Reduktion von Schmerzsignalen und einer antikonvulsiven (anfallshemmenden) Wirkung führt. Pregabalin wirkt nicht direkt auf GABA-Rezeptoren, obwohl es strukturell mit GABA verwandt ist.
Die Dosierung von Pregabalin wird individuell vom behandelnden Arzt festgelegt und richtet sich nach der Indikation sowie der Nierenfunktion des Patienten. Allgemeine Richtwerte sind:
Die Behandlung beginnt in der Regel mit einer niedrigen Dosis, die schrittweise erhöht wird. Pregabalin kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis angepasst werden, da Pregabalin überwiegend über die Nieren ausgeschieden wird.
Pregabalin kann eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen sind:
Ein abruptes Absetzen von Pregabalin kann zu Entzugssymptomen führen, darunter Schlaflosigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen und Angst. Die Dosis sollte daher immer schrittweise unter ärztlicher Aufsicht reduziert werden.
Pregabalin besitzt ein Abhängigkeitspotenzial, insbesondere bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Suchterkrankungen. In Deutschland wurde Pregabalin deshalb im Jahr 2019 in die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) aufgenommen und unterliegt seither strengeren Verschreibungsregeln. Missbrauch und Abhängigkeit sind bekannte Risiken, die regelmäßige ärztliche Kontrolle erfordern.
Pregabalin sollte nicht eingenommen werden bei:
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