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Pseudophakie bezeichnet den Zustand des Auges nach Implantation einer künstlichen Intraokularlinse, meist nach Entfernung der natürlichen Augenlinse bei grauem Star.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenPseudophakie bezeichnet den Zustand des Auges nach Implantation einer künstlichen Intraokularlinse, meist nach Entfernung der natürlichen Augenlinse bei grauem Star.
Pseudophakie (von griechisch pseudo = falsch, phakos = Linse) bezeichnet den Zustand eines Auges, bei dem die natürliche Augenlinse durch eine künstliche Intraokularlinse (IOL) ersetzt wurde. Dieser Zustand tritt in der Regel nach einer Kataraktoperation (Operation des grauen Stars) auf, bei der die trüb gewordene natürliche Linse entfernt und durch eine klare Kunstlinse ersetzt wird.
Der häufigste Grund für eine Linsenimplantation und damit das Entstehen einer Pseudophakie ist die Katarakt (grauer Star), eine Trübung der natürlichen Augenlinse. Weitere mögliche Anlässe sind:
Die häufigste Methode zur Linsenentfernung und IOL-Implantation ist die Phakoemulsifikation. Dabei wird die getrübte Linse mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. Anschließend wird eine faltbare Kunstlinse durch einen kleinen Schnitt eingesetzt und im sogenannten Kapselsack verankert. Der Eingriff erfolgt meist ambulant unter örtlicher Betäubung und dauert nur wenige Minuten.
Es gibt verschiedene Typen von Intraokularlinsen, die je nach individuellem Bedarf gewählt werden:
Nach erfolgreicher Implantation einer Intraokularlinse verbessert sich die Sehkraft in den meisten Fällen deutlich. Dennoch können nach der Operation folgende Wahrnehmungen auftreten:
Pseudophakie wird durch eine augenärztliche Untersuchung festgestellt. Der Augenarzt erkennt die Kunstlinse bei der Spaltlampenuntersuchung anhand ihrer reflektierenden Kanten und des charakteristischen Aussehens. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind wichtig, um Komplikationen wie Nachstar, Druckerhöhung (Glaukom) oder Netzhautveränderungen frühzeitig zu erkennen.
Die Kataraktoperation mit Linsenimplantation gilt als eine der häufigsten und sichersten Operationen weltweit. Die überwiegende Mehrheit der Betroffenen erlebt eine deutliche Verbesserung der Sehkraft und Lebensqualität. Komplikationen sind selten, können aber in Einzelfällen auftreten und sollten ärztlich abgeklärt werden.