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Psychische Erkrankungen sind Störungen des Denkens, Fühlens oder Verhaltens. Sie beeinträchtigen den Alltag und sind behandelbar.
Psychische Erkrankungen sind Störungen des Denkens, Fühlens oder Verhaltens. Sie beeinträchtigen den Alltag und sind behandelbar.
Psychische Erkrankungen, auch als psychische Störungen bezeichnet, umfassen ein breites Spektrum an Zuständen, die das Denken, Fühlen, Verhalten und die seelische Gesundheit eines Menschen beeinträchtigen. Sie können jeden Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Hintergrund treffen und sind keine Zeichen von Schwäche oder persönlichem Versagen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leidet weltweit etwa jeder vierte Mensch im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung.
Die Entstehung psychischer Erkrankungen ist in den meisten Fällen auf ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurückzuführen:
Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Betroffene leiden unter anhaltender Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit und häufig auch körperlichen Beschwerden wie Schlafstörungen oder Appetitveränderungen.
Angststörungen umfassen verschiedene Formen wie Panikstörungen, generalisierte Angststörungen, soziale Phobien oder spezifische Phobien. Betroffene erleben übermäßige, unkontrollierbare Angst, die den Alltag stark einschränkt.
Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung, die durch Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Denkstörungen und soziale Rückzugstendenzen gekennzeichnet ist. Sie erfordert meist eine langfristige, fachmännische Behandlung.
Bei bipolaren Störungen wechseln sich Phasen gehöbener Stimmung (Manie) und tiefer Depression ab. Diese Stimmungsschwankungen können das soziale und berufliche Leben stark beeinträchtigen.
Menschen mit Zwangsstörungen leiden unter wiederkehrenden, ungewollten Gedanken (Zwangsgedanken) und/oder fühlen sich gezwungen, bestimmte Handlungen zu wiederholen (Zwangshandlungen), um Angst zu reduzieren.
Die PTBS entsteht als Reaktion auf ein traumatisches Erlebnis. Typische Symptome sind Flashbacks, Alpträume, emotionale Taubheit und Übererregbarkeit.
Essstörungen wie Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und Binge-Eating-Störung betreffen das Essverhalten und das Körperbild und haben häufig schwerwiegende körperliche Folgen.
Die Symptome psychischer Erkrankungen sind vielfältig und unterscheiden sich je nach Erkrankungsform. Häufige allgemeine Anzeichen sind:
Die Diagnose psychischer Erkrankungen erfolgt durch Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sowie durch klinische Psychologen. Grundlage sind:
Psychische Erkrankungen sind in der Regel gut behandelbar. Die Behandlung richtet sich nach der Art und Schwere der Erkrankung und kombiniert häufig verschiedene Ansätze:
Verschiedene Formen der Psychotherapie, wie die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), tiefenpsychologisch fundierte Therapie oder systemische Therapie, helfen Betroffenen, belastende Gedankenmuster und Verhaltensweisen zu verändern.
Je nach Diagnose kommen Antidepressiva, Antipsychotika, Stimmungsstabilisatoren oder Anxiolytika zum Einsatz. Diese Medikamente wirken auf den Stoffwechsel im Gehirn und lindern Symptome.
Bei anhaltenden psychischen Beschwerden, die den Alltag beeinträchtigen und länger als zwei Wochen bestehen, sollte ein Arzt oder eine psychiatrische Fachkraft aufgesucht werden. Bei Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid ist sofortige Hilfe wichtig – zum Beispiel über die Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos, 24h) oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst.
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