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Die Quercetin-Bioverfügbarkeit beschreibt, wie gut der Körper Quercetin aus Nahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln aufnehmen und verwerten kann. Sie ist von Natur aus gering, lässt sich jedoch durch gezielte Formulierungen steigern.
Die Quercetin-Bioverfügbarkeit beschreibt, wie gut der Körper Quercetin aus Nahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln aufnehmen und verwerten kann. Sie ist von Natur aus gering, lässt sich jedoch durch gezielte Formulierungen steigern.
Quercetin ist ein pflanzlicher Wirkstoff aus der Gruppe der Flavonoide, der in vielen Obst- und Gemüsesorten wie Zwiebeln, Äpfeln und Beeren vorkommt. Die Bioverfügbarkeit beschreibt, welcher Anteil eines aufgenommenen Stoffes tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt und am Wirkort zur Verfügung steht. Bei Quercetin ist die Bioverfügbarkeit ein zentrales Thema, da der Stoff nach oraler Einnahme nur in begrenztem Maße vom Körper aufgenommen wird.
Quercetin kommt in der Natur überwiegend in glykosidischer Form vor, das heißt, es ist an Zuckermoleküle gebunden. Diese gebundene Form wird im Darm zunächst durch Enzyme und Darmbakterien gespalten, bevor das freie Quercetin (Aglykon) resorbiert werden kann. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
Wissenschaftliche Untersuchungen haben verschiedene Strategien identifiziert, um die Aufnahme von Quercetin zu verbessern:
Quercetin aus Lebensmitteln liegt meist in glykosidischer Form vor. Besonders reich an Quercetin sind Zwiebeln, Kapern, Äpfel, Brokkoli, Beeren und grüner Tee. Die Resorption aus Lebensmitteln schwankt stark je nach Lebensmittelmatrix, Zubereitungsart und individueller Darmflora. Bei Nahrungsergänzungsmitteln wird häufig freies Quercetin (Aglykon) oder eine optimierte Formulierung eingesetzt, wobei die Bioverfügbarkeit je nach Produkt erheblich variieren kann.
Eine ausreichende Bioverfügbarkeit ist entscheidend dafür, ob Quercetin seine postulierten gesundheitlichen Wirkungen – darunter antioxidative, antiinflammatorische und immunmodulierende Eigenschaften – tatsächlich entfalten kann. In Studien wurden relevante Plasmakonzentrationen von Quercetin und seinen Metaboliten (z. B. Isorhamnetin, Tamarixetin) vor allem bei Verwendung optimierter Formulierungen erreicht. Die klinische Evidenz für viele gesundheitliche Anwendungen ist noch im Aufbau und erfordert weiter standardisierte Studien mit bioverfügbaren Formulierungen.
Quercetin gilt in üblichen Dosierungen als gut verträglich. Sehr hohe Dosen können jedoch theoretisch mit bestimmten Medikamenten wechselwirken, insbesondere mit Antibiotika, Blutgerinnungshemmern und Substraten des Leberenzyms CYP3A4. Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln empfiehlt sich daher eine Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal.
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