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Die Quercetinkinetikanalyse untersucht, wie Quercetin im Körper aufgenommen, verteilt, abgebaut und ausgeschieden wird. Sie liefert wichtige Daten für Ernährungsforschung und Supplemententwicklung.
Die Quercetinkinetikanalyse untersucht, wie Quercetin im Körper aufgenommen, verteilt, abgebaut und ausgeschieden wird. Sie liefert wichtige Daten für Ernährungsforschung und Supplemententwicklung.
Die Quercetinkinetikanalyse ist eine wissenschaftliche Untersuchungsmethode, die sich mit der Pharmakokinetik des pflanzlichen Flavonoids Quercetin befasst. Sie analysiert, wie Quercetin nach der Aufnahme im menschlichen oder tierischen Organismus transportiert, metabolisiert und wieder ausgeschieden wird. Die Methode gehört zum Bereich der Biopharmazie und Ernährungswissenschaft und liefert grundlegende Erkenntnisse für die Entwicklung von Nahrungsergänzungsmitteln und funktionellen Lebensmitteln.
Quercetin ist ein natürlich vorkommendes Flavonol, das in zahlreichen Lebensmitteln wie Zwiebeln, Äpfeln, Beeren, Kapern und Brokkoli enthalten ist. Es zählt zu den am häufigsten untersuchten pflanzlichen Sekundärstoffen und wird sowohl antioxidativen als auch entzündungshemmenden Eigenschaften zugeschrieben. Die biologische Wirksamkeit von Quercetin hängt jedoch stark von seiner Bioverfügbarkeit ab, also davon, in welchem Ausmaß und in welcher Form es tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt.
Die Quercetinkinetikanalyse verfolgt mehrere wissenschaftliche Ziele:
Im Rahmen klinischer und präklinischer Studien werden nach Quercetinzufuhr Blut-, Urin- und Stuhlproben zu definierten Zeitpunkten entnommen. Die Konzentrationsbestimmung erfolgt in der Regel mittels:
Aus den Messdaten werden klassische pharmakokinetische Kenngrößen berechnet, darunter:
Quercetin liegt in der Nahrung überwiegend als Glykosid vor (z.B. Quercetin-3-Glucosid, Quercetin-3-Rutinosid/Rutin). Die Bioverfügbarkeit variiert stark je nach chemischer Form:
Die Erkenntnisse aus der Quercetinkinetikanalyse sind für verschiedene Bereiche von großer Bedeutung:
Neben der Absorption wird im Rahmen der Kinetikanalyse auch die toxikokinetische Bewertung durchgeführt. Quercetin gilt bei diätetischen Mengen als sicher; bei sehr hohen supplementierten Dosen (ab ca. 1.000 mg/Tag) wurden in einzelnen Studien Hinweise auf Nephrotoxizität beobachtet. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Quercetinzubereitungen als Nahrungsergänzungsmittel evaluiert und tolerierbare Obergrenzen diskutiert.
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