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Die Radiofrequenztherapie ist ein minimalinvasives Verfahren, das hochfrequente elektromagnetische Wellen nutzt, um Gewebe gezielt zu erhitzen und therapeutische Effekte zu erzielen.
Die Radiofrequenztherapie ist ein minimalinvasives Verfahren, das hochfrequente elektromagnetische Wellen nutzt, um Gewebe gezielt zu erhitzen und therapeutische Effekte zu erzielen.
Die Radiofrequenztherapie (kurz: RF-Therapie) ist ein medizinisches Verfahren, bei dem hochfrequente elektromagnetische Wellen – typischerweise im Frequenzbereich von 300 kHz bis 1 MHz – eingesetzt werden, um Gewebe gezielt zu erwärmen. Die entstehende Wärme bewirkt je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche therapeutische Effekte: von der Zerstörung von Tumorzellen über die Linderung von Schmerzen bis hin zur Straffung von Haut und Bindegewebe. Das Verfahren gilt als minimalinvasiv und findet in zahlreichen medizinischen Fachbereichen Anwendung.
Die Radiofrequenztherapie wird in verschiedenen medizinischen Disziplinen eingesetzt:
Radiofrequenzwellen sind hochfrequente Wechselströme, die beim Durchtritt durch biologisches Gewebe Reibungswärme erzeugen. Diese gezielte Erwärmung führt zu mehreren biologischen Effekten:
Je nach Anwendungsgebiet variiert die Durchführung der Radiofrequenztherapie erheblich:
Bei invasiven Verfahren wird unter Bildgebungskontrolle (Ultraschall, CT oder MRT) eine dünne Elektrode (Ablationssonde) in das Zielgewebe – etwa einen Tumor – eingeführt. Über diese Elektrode werden die Radiofrequenzwellen geleitet, die das umliegende Gewebe auf 60–100 °C erhitzen und so die Zielläsion zerstören. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter lokaler oder allgemeiner Betäubung.
Bei der Schmerztherapie wird eine spezielle Nadelelektrode unter Röntgenkontrolle an den betroffenen Nerv herangeführt. Der Nerv wird anschließend durch kontrollierte Hitzeentwicklung (70–80 °C) unterbrochen, um die Schmerzweiterleitung dauerhaft zu blockieren.
In der Ästhetik und Dermatologie werden externe Applikatoren auf die Haut aufgesetzt, die Radiofrequenzenergie tief in das Bindegewebe einleiten. Der Eingriff ist schmerzarm, erfordert keine Betäubung und hinterlässt keine Narben.
Die Radiofrequenztherapie gilt als sicheres Verfahren, kann jedoch je nach Anwendungsgebiet mit folgenden unerwünschten Wirkungen verbunden sein:
Kontraindikationen umfassen unter anderem Herzschrittmacher und andere elektronische Implantate, Schwangerschaft sowie aktive Infektionen im Behandlungsbereich.
Die Wirksamkeit der Radiofrequenztherapie ist je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich gut belegt. Die Radiofrequenzablation bei Lebertumoren sowie die Behandlung von Herzrhythmusstörungen gelten als etablierte und leitliniengerechte Verfahren mit hoher Evidenz. Auch die Schmerztherapie mittels Radiofrequenzdenervierung zeigt in klinischen Studien gute Ergebnisse bei chronischen Rücken- und Gelenkschmerzen. Für ästhetische Anwendungen ist die Evidenzlage weniger einheitlich, jedoch existieren mehrere kontrollierte Studien, die eine Wirksamkeit bei der Hautstraffung belegen.
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