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Die Radiosynoviorthese (RSO) ist ein minimal-invasives nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung entzündeter Gelenkschleimhäute, z. B. bei Rheuma oder Arthrose.
Die Radiosynoviorthese (RSO) ist ein minimal-invasives nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung entzündeter Gelenkschleimhäute, z. B. bei Rheuma oder Arthrose.
Die Radiosynoviorthese (RSO) ist ein nuklearmedizinisches Therapieverfahren, bei dem radioaktive Substanzen direkt in ein erkranktes Gelenk injiziert werden. Ziel ist es, die entzündete Gelenkschleimhaut (Synovialis) gezielt zu veröden und so Schmerzen sowie Entzündungen dauerhaft zu reduzieren. Das Verfahren gilt als minimal-invasiv und wird ambulant durchgeführt.
Die RSO kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn konservative Therapien wie Kortison-Injektionen oder Medikamente nicht ausreichend wirken. Typische Anwendungsgebiete sind:
Bei der RSO wird ein Radiopharmakum – ein radioaktiver Wirkstoff – in Form einer Lösung direkt in den Gelenkspalt injiziert. Dieses Radiopharmakum wird von den entzündeten Zellen der Gelenkschleimhaut aufgenommen. Die dabei freigesetzte Beta-Strahlung schädigt gezielt das überschießend wuchernde Gewebe der Synovialis und führt zu dessen narbigem Umbau (Fibrose). Dadurch wird die Entzündungsaktivität dauerhaft gesenkt.
Je nach behandeltem Gelenk werden unterschiedliche Radiopharmaka eingesetzt:
Die RSO wird in der Regel ambulant in einer nuklearmedizinischen Praxis oder Klinik durchgeführt. Der Ablauf ist wie folgt:
Nach der Behandlung sollte das Gelenk für mindestens 48 Stunden geschont werden, um die lokale Verweildauer des Radiopharmakums zu maximieren und Strahlungsexposition der Umgebung zu minimieren.
Studien zeigen, dass die RSO bei etwa 60–80 % der behandelten Patienten zu einer deutlichen Beschwerdeverbesserung führt. Die Wirkung tritt häufig erst nach einigen Wochen vollständig ein, da die Geweberegeneration Zeit benötigt. In manchen Fällen kann eine zweite Behandlung nach 6 Monaten sinnvoll sein.
Die RSO gilt als sehr sicheres Verfahren mit geringem Nebenwirkungsprofil. Mögliche Nebenwirkungen sind:
Die Gesamtstrahlendosis für den Körper ist bei korrekter Durchführung sehr gering. Dennoch ist die RSO bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter 20 Jahren kontraindiziert.
Im Vergleich zur chirurgischen Synovektomie (operative Entfernung der Gelenkschleimhaut) bietet die RSO folgende Vorteile:
Ein Nachteil ist, dass die Wirkung nicht sofort eintritt und mehrere Wochen Geduld erfordert.
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