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Eine rektovaginale Fistel ist eine abnorme Verbindung zwischen dem Enddarm und der Scheide. Sie verursacht typische Beschwerden und bedarf meist einer operativen Behandlung.
Eine rektovaginale Fistel ist eine abnorme Verbindung zwischen dem Enddarm und der Scheide. Sie verursacht typische Beschwerden und bedarf meist einer operativen Behandlung.
Eine rektovaginale Fistel ist ein krankhafter Gang, der eine unnatürliche Verbindung zwischen dem Rektum (Enddarm) und der Vagina (Scheide) herstellt. Durch diesen Kanal können Stuhl, Schleim und Darmgase unkontrolliert aus der Scheide austreten. Dies führt neben erheblichen körperlichen Beschwerden häufig auch zu einer starken psychischen Belastung der Betroffenen. Rektovaginale Fisteln sind vergleichsweise selten, können jedoch die Lebensqualität der betroffenen Frauen massiv beeinträchtigen.
Die Entstehung einer rektovaginalen Fistel kann verschiedene Ursachen haben:
Die Beschwerden einer rektovaginalen Fistel sind oft charakteristisch und beeinträchtigen den Alltag der Betroffenen erheblich:
Die Diagnose einer rektovaginalen Fistel erfolgt auf Basis verschiedener Untersuchungen:
Die Therapie einer rektovaginalen Fistel richtet sich nach der Ursache, der Lage und Größe der Fistel sowie dem Allgemeinzustand der Patientin.
Bei kleinen, frischen Fisteln oder bei entzündlichen Grunderkrankungen wie Morbus Crohn kann zunächst ein konservativer Therapieversuch unternommen werden. Dazu gehören entzündungshemmende Medikamente, Antibiotika, Immunsuppressiva sowie eine optimierte Ernährung zur Stuhlregulierung.
In den meisten Fällen ist eine operative Korrektur notwendig. Je nach Befund kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz:
Bei Fisteln auf dem Boden eines Morbus Crohn ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Gastroenterologen und Chirurgen notwendig. Biologika wie TNF-alpha-Hemmer (z. B. Infliximab) können die Fistelaktivität deutlich reduzieren.
Die Heilungschancen hängen stark von der Ursache, der Größe und der Lage der Fistel ab. Einfache, traumatisch bedingte Fisteln haben nach operativer Versorgung gute Heilungsaussichten. Strahlenbedingte oder durch Morbus Crohn verursachte Fisteln sind schwieriger zu behandeln und neigen eher zu Rückfällen. Eine engmaschige Nachsorge ist in jedem Fall empfehlenswert.
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