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Ein Rektumpolyp ist eine gutartige Gewebewucherung im Mastdarm. Bestimmte Typen können sich zu Darmkrebs entwickeln und sollten daher frühzeitig entfernt werden.
Ein Rektumpolyp ist eine gutartige Gewebewucherung im Mastdarm. Bestimmte Typen können sich zu Darmkrebs entwickeln und sollten daher frühzeitig entfernt werden.
Ein Rektumpolyp ist eine Gewebewucherung, die von der Schleimhaut des Rektums (Mastdarms) ausgeht. Das Rektum ist der letzte Abschnitt des Dickdarms, der etwa 15 bis 20 cm lang ist und kurz vor dem After endet. Polypen können flach (sessil) oder gestielt (mit einem dünnen Stiel) auftreten und sind in den meisten Fällen zunächst gutartig. Da bestimmte Polypentypen jedoch das Potenzial haben, sich im Laufe der Zeit in Dickdarmkrebs (kolorektales Karzinom) umzuwandeln, ist eine frühzeitige Diagnose und Entfernung wichtig.
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Rektumpolypen sind nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch eine Reihe von bekannten Risikofaktoren:
Polypen im Rektum werden nach ihrer Gewebestruktur in verschiedene Typen eingeteilt:
Rektumpolypen verursachen häufig keine Beschwerden und werden zufällig bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt. In einigen Fällen können jedoch folgende Symptome auftreten:
Da diese Symptome auch auf andere Erkrankungen hinweisen können, sollte bei deren Auftreten stets ein Arzt aufgesucht werden.
Die zuverlässigste Methode zur Diagnose von Rektumpolypen ist die Koloskopie (Darmspiegelung). Dabei wird ein dünnes, flexibles Endoskop durch den After eingeführt, um die Darmschleimhaut direkt zu beurteilen. Im Rahmen dieser Untersuchung können Polypen gleichzeitig entfernt und zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) eingesandt werden.
Weitere diagnostische Verfahren umfassen:
Die Standardbehandlung bei Rektumpolypen ist die endoskopische Entfernung (Polypektomie) im Rahmen einer Koloskopie. Je nach Größe und Art des Polypen stehen verschiedene Techniken zur Verfügung:
Nach der Entfernung wird das entnommene Gewebe histologisch untersucht, um festzustellen, ob es sich um ein benignes oder malignes Geschehen handelt. Abhängig vom Ergebnis werden weitere Kontrollkoloskopien in bestimmten Abständen empfohlen.
Da Rektumpolypen häufig symptomlos sind, spielt die Krebsvorsorge eine entscheidende Rolle. In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf eine Vorsorgekoloskopie. Bei familiärer Vorbelastung oder genetischen Risikosyndromen wird eine frühere und regelmäßigere Untersuchung empfohlen.
Nach der Entfernung eines Polypen sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig, da das Risiko für neue Polypen erhöht ist. Die Abstände zwischen den Kontrollkoloskopien richten sich nach Anzahl, Größe und Histologie der entfernten Polypen.
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