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Relative Tachykardie bezeichnet einen Herzfrequenzanstieg, der im Verhältnis zum klinischen Zustand des Patienten unerwartet hoch ist, obwohl die absolute Herzfrequenz normal wirkt.
Relative Tachykardie bezeichnet einen Herzfrequenzanstieg, der im Verhältnis zum klinischen Zustand des Patienten unerwartet hoch ist, obwohl die absolute Herzfrequenz normal wirkt.
Die relative Tachykardie beschreibt einen Zustand, bei dem die Herzfrequenz im Vergleich zum allgemeinen Gesundheitszustand oder zur klinischen Situation eines Patienten unverhältnismäßig erhöht ist. Im Gegensatz zur absoluten Tachykardie, bei der die Herzfrequenz eindeutig über 100 Schläge pro Minute liegt, kann bei der relativen Tachykardie die gemessene Herzfrequenz im Normalbereich liegen – sie ist jedoch gemessen an den Begleitumständen zu hoch. Ein klassisches Beispiel ist ein fiebernder Patient: Bei einer Körpertemperatur von 38,5 °C wäre eine Herzfrequenz von 90–100 Schlägen pro Minute zu erwarten; liegt sie deutlich darunter, spricht man von einer relativen Bradykardie. Ist die Herzfrequenz hingegen für den Zustand des Patienten zu hoch, handelt es sich um eine relative Tachykardie.
Mögliche Auslöser einer relativen Tachykardie sind vielfältig und umfassen sowohl physiologische als auch pathologische Prozesse:
Die Symptome einer relativen Tachykardie sind oft unspezifisch und stark von der Grunderkrankung abhängig. Häufige Begleiterscheinungen sind:
Die Diagnose einer relativen Tachykardie erfordert eine sorgfältige klinische Einschätzung. Folgende Untersuchungen kommen zum Einsatz:
Die Therapie der relativen Tachykardie richtet sich primär nach der zugrundeliegenden Ursache:
Die relative Tachykardie ist ein wichtiges klinisches Warnsignal. Besonders in der Notfallmedizin und Intensivmedizin dient sie als früher Hinweis auf eine hämodynamische Instabilität oder eine sich entwickelnde Schocksituation. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung der Grundursache kann lebensrettend sein. Medizinisches Fachpersonal bewertet die Herzfrequenz daher stets im Kontext der gesamten klinischen Situation des Patienten.
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