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Die Remineralisierungstherapie ist eine zahnmedizinische Behandlung, die dabei hilft, verloren gegangene Mineralstoffe im Zahnschmelz wieder aufzubauen und so Karies vorzubeugen.
Die Remineralisierungstherapie ist eine zahnmedizinische Behandlung, die dabei hilft, verloren gegangene Mineralstoffe im Zahnschmelz wieder aufzubauen und so Karies vorzubeugen.
Die Remineralisierungstherapie ist ein zahnmedizinisches Verfahren, bei dem verloren gegangene Mineralien – insbesondere Kalzium und Phosphat – gezielt in den Zahnschmelz eingelagert werden. Zahnschmelz ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers, kann sich jedoch nach einer Demineralisierung (Mineralstoffverlust durch Säuren) nicht von selbst vollständig regenerieren. Die Remineralisierungstherapie setzt genau hier an und unterstützt den natürlichen Wiederaufbau des Zahnschmelzes.
Bevor eine Remineralisierungstherapie notwendig wird, kommt es häufig zu einer Demineralisierung des Zahnschmelzes. Diese entsteht durch:
Wenn Säuren den pH-Wert im Mund unter 5,5 senken, beginnen sich die Mineralien aus dem Zahnschmelz zu lösen. Wird dieser Prozess nicht gestoppt, entsteht Karies.
Der Zahnschmelz besteht hauptsächlich aus Hydroxylapatit, einem Kalziumphosphat-Mineral. Bei der Remineralisierung werden Kalzium- und Phosphat-Ionen sowie Fluorid in die geschädigten Bereiche des Zahnschmelzes eingelagert. Fluorid fördert dabei die Bildung von Fluorapatit, das säureresistenter ist als das ursprüngliche Hydroxylapatit. Der Speichel spielt bei diesem Prozess eine zentrale Rolle, da er natürliche Mineralien enthält und als Puffer gegen Säureangriffe wirkt.
Die Remineralisierungstherapie wird eingesetzt bei:
Fluorid ist der bekannteste Wirkstoff in der Remineralisierungstherapie. Es wird in Form von Fluoridlacken, Fluoridgelen, fluoridhaltigen Zahnpasten und Mundspülungen angewendet. Beim Zahnarzt werden hochkonzentrierte Fluoridlacke (z. B. mit Natriumfluorid) auf die Zahnoberflächen aufgetragen.
Neuere Therapieansätze nutzen spezielle Kalzium-Phosphat-Verbindungen wie Amorphes Kalziumphosphat (ACP), Kaseinphospho-peptid-ACP (CPP-ACP) (z. B. MI Paste) oder Hydroxylapatit-Nanopartikel. Diese Substanzen lagern sich direkt in die Mikrodefekte des Zahnschmelzes ein und fördern die Remineralisierung ohne Fluorid – ideal für Patienten, die Fluorid meiden möchten.
Ozon wird eingesetzt, um kariesverursachende Bakterien abzutöten und den pH-Wert im Mund zu stabilisieren, was eine bessere Remineralisierung ermöglicht.
Ergänzend zur direkten Therapie gehört die Beratung zu zuckerarmer Ernährung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und optimierter Mundhygiene zu den wichtigen Bausteinen der Remineralisierungstherapie.
Die Remineralisierungstherapie ist kein einmaliger Eingriff, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Je nach Schweregrad der Demineralisierung und individuellen Risikofaktoren umfasst die Behandlung regelmäßige Zahnarztbesuche alle 3–6 Monate, die tägliche Anwendung remineralisierender Produkte zu Hause sowie Anpassungen der Ernährungs- und Pflegegewohnheiten.
Die Remineralisierungstherapie ist besonders effektiv bei frühen, noch nicht kavitierenden Kariesläsionen (Läsionen ohne sichtbares Loch). Bereits entstandene Kavitäten (Löcher) können durch Remineralisierung allein nicht gefüllt werden und erfordern eine klassische Füllungstherapie. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt sind daher unerlässlich, um den Therapiefortschritt zu überwachen.
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