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Die Resorptionskinetik beschreibt, wie schnell und in welchem Ausmaß ein Wirkstoff nach der Einnahme in den Blutkreislauf aufgenommen wird. Sie ist ein zentrales Konzept der Pharmakokinetik.
Die Resorptionskinetik beschreibt, wie schnell und in welchem Ausmaß ein Wirkstoff nach der Einnahme in den Blutkreislauf aufgenommen wird. Sie ist ein zentrales Konzept der Pharmakokinetik.
Die Resorptionskinetik ist ein Teilgebiet der Pharmakokinetik und befasst sich mit der zeitlichen Beschreibung der Aufnahme eines Arzneistoffs oder einer Substanz aus dem Applikationsort in den systemischen Blutkreislauf. Sie beschreibt, wie schnell und wie vollständig ein Wirkstoff resorbiert wird, nachdem er eingenommen, injiziert oder auf andere Weise verabreicht wurde.
Das Verständnis der Resorptionskinetik ist entscheidend für die Entwicklung von Arzneimitteln, die Festlegung von Dosierungsintervallen und die klinische Therapieplanung.
Die Bioverfügbarkeit (F) gibt an, welcher Anteil einer verabreichten Dosis tatsächlich unverändert den systemischen Kreislauf erreicht. Bei intravenöser Gabe beträgt sie per Definition 100 %. Bei oraler Gabe kann sie durch den sogenannten First-Pass-Effekt in der Leber erheblich reduziert sein.
Die Geschwindigkeit der Resorption wird durch die Absorptionskonstante ka beschrieben. Sie gibt an, wie rasch der Wirkstoff vom Applikationsort in das Blut übertritt. Eine hohe Absorptionskonstante bedeutet eine schnelle Resorption, eine niedrige Konstante eine langsame.
Zwei wichtige Parameter der Resorptionskinetik sind:
Bei den meisten oral applizierten Arzneimitteln verläuft die Resorption nach Kinetik erster Ordnung. Das bedeutet, dass die Resorptionsrate proportional zur noch vorhandenen Wirkstoffmenge am Applikationsort ist. Mit abnehmender Konzentration am Applikationsort sinkt auch die Resorptionsrate.
Bei bestimmten Darreichungsformen, wie Retardpräparaten oder transdermalen Pflastern, wird eine konstante Wirkstoffmenge pro Zeiteinheit freigesetzt und resorbiert. Man spricht von einer Kinetik nullter Ordnung. Dies ermöglicht gleichmäßige Plasmaspiegel über einen längeren Zeitraum.
Zahlreiche Faktoren können die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Resorption beeinflussen:
Die Resorptionskinetik hat direkte klinische Auswirkungen auf die Therapie:
In der Pharmakologie werden Kompartimentmodelle verwendet, um die Resorptionskinetik mathematisch darzustellen. Das häufig verwendete Ein-Kompartiment-Modell geht davon aus, dass sich der Wirkstoff nach der Resorption gleichmäßig im gesamten Körper verteilt. Das Zwei-Kompartiment-Modell berücksichtigt zusätzlich eine verzögerte Verteilung in periphere Gewebe. Diese Modelle helfen, Plasmakonzentrations-Zeit-Kurven zu erstellen und Dosierungsschemata zu optimieren.
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