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Rhus toxicodendron ist ein homöopathisches Mittel aus dem Giftefeu. Es wird klassisch bei Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Hautausschlägen eingesetzt.
Rhus toxicodendron ist ein homöopathisches Mittel aus dem Giftefeu. Es wird klassisch bei Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Hautausschlägen eingesetzt.
Rhus toxicodendron (kurz: Rhus tox) ist ein homöopathisches Arzneimittel, das aus den frischen Blättern des Giftefeus (Toxicodendron radicans bzw. Rhus radicans) gewonnen wird. Die Pflanze gehört zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) und ist vor allem in Nordamerika verbreitet. Im direkten Kontakt mit der Pflanze kann der enthaltene Wirkstoff Urushiol beim Menschen starke allergische Hautreaktionen auslösen. In der Homöopathie wird die stark verdünnte und potenzierte Form der Pflanze therapeutisch genutzt.
Die homöopathische Urtinktur wird aus den frischen, grünen Blättern des Giftefeus hergestellt, die vor der Blüte geerntet werden. Durch wiederholtes Verdünnen und Verschütteln (Potenzieren) entstehen homöopathische Zubereitungen in verschiedenen Potenzen, z. B. D6, D12, C30 oder C200. Je nach Potenz und Anwendungsgebiet variiert die Anwendungsweise.
Rhus toxicodendron wird in der klassischen Homöopathie bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt. Zu den häufigsten Anwendungsgebieten zählen:
In der Homöopathie werden sogenannte Modalitäten zur Mittelwahl herangezogen. Das typische Beschwerdebild von Rhus tox umfasst:
Die Homöopathie basiert auf dem Prinzip der Ähnlichkeit (Similia similibus curentur): Ein Stoff, der bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, soll bei einem kranken Menschen ähnliche Symptome heilen. Aus schulmedizinischer Sicht gibt es für die spezifische Wirksamkeit homöopathischer Mittel, einschließlich Rhus tox, keine wissenschaftlich gesicherten Belege, die über den Placeboeffekt hinausgehen. Dennoch wird Rhus tox in der komplementärmedizinischen Praxis häufig eingesetzt und von manchen Patienten als hilfreich beschrieben.
Rhus toxicodendron ist in verschiedenen Potenzen erhältlich. Häufig verwendete Potenzen sind D6, D12, C30 und höhere Potenzen wie C200. Die Einnahme erfolgt üblicherweise in Form von Globuli, Tabletten oder Tropfen. Eine individuelle Beratung durch einen homöopathisch ausgebildeten Therapeuten ist empfehlenswert, da die Mittelwahl auf dem persönlichen Beschwerdebild basiert.
Homöopathische Zubereitungen von Rhus tox gelten in den üblichen Hochpotenzen als unbedenklich, da der Wirkstoff Urushiol durch die starke Verdünnung nicht mehr nachweisbar ist. Bei anhaltenden oder schweren Beschwerden sollte jedoch immer ein Arzt aufgesucht werden, da homöopathische Mittel keine schulmedizinische Diagnose und Therapie ersetzen können.
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