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Ein Rückenmarkstumor ist eine Geschwulst im oder am Rückenmark, die neurologische Beschwerden verursachen kann. Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend.
Ein Rückenmarkstumor ist eine Geschwulst im oder am Rückenmark, die neurologische Beschwerden verursachen kann. Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend.
Ein Rückenmarkstumor (medizinisch: spinaler Tumor) ist eine Gewebsneubildung, die im Rückenmark selbst, in den es umgebenden Häuten (Meningen) oder in den angrenzenden Wirbelstrukturen entsteht. Diese Tumoren können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein und durch Druck auf Nervenfasern schwerwiegende neurologische Symptome auslösen. Sie gehören zu den seltenen Erkrankungen, können aber in jedem Lebensalter auftreten.
Rückenmarkstumoren werden nach ihrer Lage im Rückenmarkkanal eingeteilt:
Die genauen Ursachen für die Entstehung primärer Rückenmarkstumoren sind weitgehend unbekannt. Folgende Faktoren werden diskutiert:
Die Beschwerden hängen stark von der Lage und Größe des Tumors ab. Typische Symptome sind:
Die Symptome entwickeln sich oft schleichend über Wochen bis Monate, können sich aber auch plötzlich verschlechtern.
Die Diagnostik eines Rückenmarkstumors umfasst mehrere Schritte:
Die Behandlung richtet sich nach Art, Lage und Ausbreitung des Tumors sowie dem Allgemeinzustand des Patienten:
Die neurochirurgische Entfernung des Tumors ist häufig die erste Therapiewahl. Bei gutartigen, gut abgrenzbaren Tumoren kann eine vollständige Entfernung möglich sein. Ziel ist immer die maximale Tumorresektion bei gleichzeitigem Erhalt der neurologischen Funktion.
Die Strahlentherapie wird eingesetzt, wenn der Tumor nicht vollständig operiert werden kann, bei bösartigen Tumoren oder bei Rückfällen. Die stereotaktische Radiochirurgie (z.B. Gamma Knife) ermöglicht eine hochpräzise Bestrahlung mit Schonung des gesunden Gewebes.
Die Chemotherapie wird bei bestimmten malignen spinalen Tumoren (z.B. spinalen Lymphomen, Ependymomen höheren Grades) oder bei Metastasen eingesetzt.
Kortikosteroide wie Dexamethason können akut eingesetzt werden, um das Ödem rund um den Tumor zu reduzieren und Symptome zu lindern.
Nach der Behandlung ist eine neurologische Rehabilitation häufig notwendig, um verlorene Funktionen so weit wie möglich wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern.
Die Prognose hängt entscheidend von der Tumorart, dem Ausmaß der neurologischen Schädigung vor der Behandlung und der Möglichkeit einer vollständigen Entfernung ab. Gutartige Tumoren, die vollständig reseziert werden können, haben oft eine gute Langzeitprognose. Bei bösartigen oder metastatischen Tumoren ist die Prognose individuell sehr unterschiedlich.
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