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Saccharose ist ein natürlicher Zweifachzucker aus Glukose und Fruktose, bekannt als Haushaltszucker. Sie liefert schnell Energie, kann aber in großen Mengen die Gesundheit beeinträchtigen.
Saccharose ist ein natürlicher Zweifachzucker aus Glukose und Fruktose, bekannt als Haushaltszucker. Sie liefert schnell Energie, kann aber in großen Mengen die Gesundheit beeinträchtigen.
Saccharose ist ein Disaccharid, also ein Zweifachzucker, der aus je einem Molekül Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) aufgebaut ist. Sie ist der am häufigsten verwendete Süßstoff weltweit und wird umgangssprachlich einfach als Haushaltszucker, Taffelzucker oder Kristallzucker bezeichnet. Saccharose wird überwiegend aus Zuckerrohr (Saccharum officinarum) oder Zuckerrüben (Beta vulgaris) gewonnen.
Die chemische Formel der Saccharose lautet C12H22O11. Die Verbindung zwischen Glukose und Fruktose erfolgt über eine sogenannte glykosidische Bindung. Saccharose ist gut wasserlöslich, schmeckt süß und besitzt einen Schmelzpunkt von etwa 186 °C, bei dem sie zu Karamell zersetzt wird.
Nach der Aufnahme über die Nahrung wird Saccharose im Dünndarm durch das Enzym Saccharase (auch Sucrase genannt) in ihre Bestandteile Glukose und Fruktose gespalten. Diese werden dann über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen:
Saccharose liefert etwa 4 kcal (17 kJ) pro Gramm und gilt als schnell verfügbare Energiequelle.
Saccharose kommt natürlicherweise in vielen Früchten, Gemüsesorten und Zuckerrohr vor. Industriell wird sie zahlreichen Lebensmitteln zugesetzt:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, den Konsum von freien Zuckern – zu denen Saccharose zählt – auf weniger als 10 % der täglichen Gesamtenergiezufuhr zu begrenzen. Eine weitere Reduktion auf unter 5 % der täglichen Energiezufuhr (entspricht etwa 25 g pro Tag für einen Erwachsenen) soll zusätzliche gesundheitliche Vorteile bringen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterstützt diese Empfehlungen.
Ein dauerhaft hoher Saccharosekonsum kann verschiedene gesundheitliche Risiken mit sich bringen:
Eine seltene, aber klinisch relevante Erkrankung ist die Saccharose-Isomaltose-Malabsorption (kongenitale Sucrase-Isomaltase-Defizienz). Dabei fehlt das Enzym Saccharase, sodass Saccharose nicht vollständig gespalten werden kann. Betroffene leiden nach dem Konsum von Saccharose unter Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Die Behandlung erfolgt durch diätetische Einschränkung von Saccharose sowie gegebenenfalls durch eine Enzymersatztherapie.
Saccharose findet auch in der Medizin Anwendung. In der Neonatologie wird orale Saccharoselösung zur kurzzeitigen Schmerzlinderung bei Neugeborenen während kleiner Eingriffe eingesetzt. Zudem dient Saccharose als Hilfsstoff (Exzipiens) in verschiedenen Arzneimitteln und Sirups.
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