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Säuglingsbotulismus ist eine seltene, aber ernste Erkrankung bei Babys, bei der das Bakterium Clostridium botulinum im Darm Giftstoffe produziert und Muskelschwäche verursacht.
Säuglingsbotulismus ist eine seltene, aber ernste Erkrankung bei Babys, bei der das Bakterium Clostridium botulinum im Darm Giftstoffe produziert und Muskelschwäche verursacht.
Säuglingsbotulismus ist eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die vor allem Babys im ersten Lebensjahr betrifft. Sie entsteht, wenn Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum in den Darm des Säuglings gelangen, dort auskeimen und ein starkes Nervengift (Botulinumtoxin) produzieren. Dieses Toxin blockiert die Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskeln und führt zu einer fortschreitenden Muskelschwäche.
Clostridium botulinum ist ein sporenbildendes Bakterium, das in der Umwelt weit verbreitet ist – unter anderem im Erdboden, in Hausstaub und in bestimmten Lebensmitteln. Bei Säuglingen ist der Darm noch nicht vollständig mit einer normalen Darmflora besiedelt, sodass die Sporen keimen und das Toxin freisetzen können.
Die Symptome des Säuglingsbotulismus entwickeln sich in der Regel schleichend über mehrere Tage. Erste Anzeichen können sein:
Die Diagnose erfolgt klinisch durch die Beurteilung der typischen Symptome sowie durch Laboruntersuchungen. Zur Bestätigung werden Stuhlproben des Säuglings auf Botulinum-Sporen und -Toxin untersucht. Auch Serumuntersuchungen können eingesetzt werden. Da die Laborergebnisse Zeit benötigen, wird die Behandlung bei begründetem Verdacht meist sofort eingeleitet.
Der Säuglingsbotulismus wird stationär in einem Krankenhaus behandelt, häufig auf einer Intensivstation.
Mit rechtzeitiger und adäquater Behandlung ist die Prognose für Säuglinge mit Botulismus gut. Die meisten Kinder erholen sich vollständig. Die Erkrankung kann jedoch wochen- bis monatelang dauern, und eine intensivmedizinische Betreuung ist oft über einen längeren Zeitraum notwendig.
Die wichtigste Vorbeugemaßnahme ist, Kindern unter einem Jahr keinen Honig und keinen Maissirup zu geben. Eltern sollten außerdem auf eine saubere Umgebung achten und den Säugling nicht mit Erde oder Hausstaub in Kontakt bringen lassen, soweit dies möglich ist.
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