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Salizylsäurederivate sind chemische Verbindungen, die von der Salizylsäure abgeleitet werden und vielfach in der Medizin eingesetzt werden – etwa als Schmerzmittel, Entzündungshemmer oder in der Hautpflege.
Salizylsäurederivate sind chemische Verbindungen, die von der Salizylsäure abgeleitet werden und vielfach in der Medizin eingesetzt werden – etwa als Schmerzmittel, Entzündungshemmer oder in der Hautpflege.
Ein Salizylsäurederivat ist eine chemische Verbindung, die strukturell von der Salizylsäure (2-Hydroxybenzoesäure) abstammt. Durch chemische Modifikationen der Grundstruktur entstehen zahlreiche Abkömmlinge mit unterschiedlichen pharmakologischen Eigenschaften. Salizylsäurederivate zählen zu den ältesten und am häufigsten verwendeten Arzneistoffen der Medizingeschichte.
Die meisten Salizylsäurederivate wirken über die Hemmung der Cyclooxygenase-Enzyme (COX-1 und COX-2). Diese Enzyme sind verantwortlich für die Synthese von Prostaglandinen – Botenstoffen, die Schmerz, Entzündung und Fieber auslösen. Durch die Hemmung dieser Enzyme werden Entzündungsreaktionen abgeschwächt und Schmerzen gelindert.
Acetylsalizylsäure hemmt COX-1 irreversibel, was die Blutplättchenaggregation dauerhaft reduziert und sie in der Kardiologie zur Thromboseprophylaxe wertvoll macht. Mesalazin hingegen wirkt hauptsächlich lokal im Darm und hat einen anderen Wirkungsschwerpunkt.
Salizylsäurederivate wie Acetylsalizylsäure werden häufig bei leichten bis mittelschweren Schmerzen, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Fieber eingesetzt.
Niedrig dosierte Acetylsalizylsäure (z. B. 100 mg täglich) wird zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen bei Risikopatienten verwendet, da sie die Verklumpung von Blutplättchen hemmt.
Bei rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew und anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen können Salizylsäurederivate zur Symptomlinderung beitragen.
Topisch angewendete Salizylsäure wirkt keratolytisch – sie löst verhornte Hautschichten auf und wird bei Akne, Psoriasis, Warzen und Hühneraugen eingesetzt.
Mesalazin ist ein wichtiger Wirkstoff bei der Behandlung von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn und gehört zur Gruppe der aminosalizylatischen Präparate.
Salizylsäurederivate können bei unsachgemäßer Anwendung unerwünschte Wirkungen haben:
Salizylsäurederivate sollten nicht eingenommen werden bei:
Wechselwirkungen bestehen u. a. mit Blutverdünnern, anderen NSAR, Methotrexat und bestimmten Antidiabetika.
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