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Die Schilddrüse ist eine wichtige Hormondrüse im Hals, die den Stoffwechsel, das Wachstum und viele Körperfunktionen reguliert.
Die Schilddrüse ist eine wichtige Hormondrüse im Hals, die den Stoffwechsel, das Wachstum und viele Körperfunktionen reguliert.
Die Schilddrüse (lateinisch: Glandula thyreoidea) ist eine schmetterlingsförmige Drüse, die sich im vorderen Halsbereich unterhalb des Kehlkopfes befindet. Sie gehört zum endokrinen System, also zu den hormonproduzierenden Organen des Körpers. Obwohl sie nur etwa 20 bis 30 Gramm wiegt, hat sie enormen Einfluss auf nahezu alle Körperfunktionen.
Die Schilddrüse besteht aus zwei Lappen (dem rechten und linken Lappen), die durch eine schmale Gewebsbrücke, den sogenannten Isthmus, verbunden sind. Sie ist reich mit Blutgefäßen versorgt und enthält zwei Hauptzelltypen:
Die wichtigste Aufgabe der Schilddrüse ist die Produktion der Schilddrüsenhormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin). Diese Hormone werden unter dem Einfluss des Hormons TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet. Für ihre Produktion ist Jod unverzichtbar.
Die Schilddrüsenhormone regulieren unter anderem:
Bei einer Hypothyreose produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone. Typische Symptome sind Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut und Verstopfung. Die häufigste Ursache ist die Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung.
Bei einer Hyperthyreose werden zu viele Schilddrüsenhormone produziert. Dies führt zu Herzrasen, Gewichtsverlust, Nervosität, Schwitzen und Schlafstörungen. Eine häufige Ursache ist der Morbus Basedow, ebenfalls eine Autoimmunerkrankung.
Als Struma bezeichnet man eine Vergrößerung der Schilddrüse. Sie kann durch Jodmangel, Autoimmunerkrankungen oder Schilddrüsenknoten entstehen und ist in Deutschland noch immer relativ verbreitet.
Schilddrüsenknoten sind umschriebene Veränderungen im Gewebe der Drüse. Die meisten sind gutartig und verursachen keine Beschwerden. Selten können Knoten jedoch bösartig sein (Schilddrüsenkarzinom).
Das Schilddrüsenkarzinom ist eine bösartige Tumorerkrankung der Schilddrüse. Es wird in verschiedene Typen unterteilt (papillär, follikulär, medullär, anaplastisch). Die meisten Formen sprechen gut auf Behandlung an und haben eine günstige Prognose.
Zur Abklärung von Schilddrüsenerkrankungen stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung:
Eine ausreichende Jodzufuhr ist die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von Schilddrüsenerkrankungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Jodzufuhr von etwa 200 Mikrogramm. Jodreiches Speisesalz, Meeresfisch und Milchprodukte tragen zur Bedarfsdeckung bei. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt sind insbesondere bei familiärer Vorbelastung empfehlenswert.
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